Bald wird es hell – Ein Braunschweiger Jungautor erzählt

8. Februar 2017 von
Der Braunschweiger David Zavodny traf uns in Berlin. Foto: Nino Milizia
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Berlin/Braunschweig. regionalHeute.de traf den Schriftsteller David Zavodny nach einer öffentlichen Lesung seiner Kurzgeschichtensammlung "Bald wird es hell" zum Interview in Berlin.

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David Zavodny schreibt von Menschen in Extremsituationen, von Hoffnungslosigkeit, Schuld und Verzweiflung. Eigentlich sollte man annehmen, dass zu unserem Interviewtermin ein saft- und kraftloses Häufchen Elend erscheint und uns von seinem Leid klagt. Doch schnell wird klar, dass der 35-jährige Braunschweiger, der 2003 nach Berlin auszog, um Schauspieler zu werden, viel zu viel Energie hat. Wie sonst wären so viele Ventile zu erklären: Schauspieler, Songwriter, nun Autor. „Bald wird es hell“ heißt sein erstes Buch und beschreibt sehr gut den vor mir sitzenden Mann, der eher wie 25 wirkt. In einer Sekunde nachdenklich, von der Einsamkeit des Schreibens erzählend, in der nächsten ein sich aufhellendes Gesicht, lautes Gelächter. Seine Stimme verrät seine Leidenschaft für das Schauspiel und den Gesang. Doch macht er ganz deutlich, dass all dies für ihn das Gleiche bedeutet. Das Erzählen von Geschichten steht immer im Vordergrund.

Keine leichte Kost

Mal spielen seine Geschichten im Amerika der Sklaverei, dann entführt er uns ins Dritte Reich, wo ein jüdischer Schauspieler von deutschen Soldaten erniedrigt wird. Zwischendurch sitzen wir mit ihm im Hier und Jetzt in einer Berliner Kneipe und dürfen dabei zusehen, wie der Alkohol in Strömen fließt und er über das Leben sinniert. Schwere Kost, nichts für das fröhliche Sonnenbad im Park. Im Gespräch erzählt er vom Entstehungsprozess seiner Geschichten, seiner Heimat Braunschweig und seinen Plänen für die Zukunft.

Hören Sie hier das Interview mit David Zavodny:

David Zavodny liest aus „Bald wird es hell“:

Ostkreuz – Hässliche Seite

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