Öffentliche Telefonzellen: Eine weitere soll abgebaut werden

16. April 2018 von
Die Telefonzelle in der Schillstraße 43 ist nicht mehr funktional und wirtschaftlich. Foto: Anke Donner
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Wolfsburg. Im gesamten Stadtgebiet zeige sich der gleiche Trend wie im gesamten Bundesgebiet: Öffentliche Telefonzellen werden kaum noch genutzt. Aus diesem Grund beantragt die Telekom Deutschland GmbH, eine Telefonzelle in der Schillerstraße abzumontieren. Darüber diskutieren aktuell die politischen Gremien.

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Laut Begründung des Antrages liege der Rückgang vor allem an einer Vollversorgung mit Telefonanschlüssen und einer zunehmenden Steigerung der Mobilfunknutzung sowie WLAN-Spots. Gleichzeitig würden hohe Instandhaltungskosten sowie Vandalismus die Unwirtschaftlichkeit verstärken.

Die Telekom AG sei zur Grundversorgung mit öffentlichen Münz- und Kartentelefonen verpflichtet. Angesichts der Entwicklungen des Mobilfunk- und Kommunikationsmarktes können mit Zustimmung der Kommune jedoch unwirtschaftliche Telefonzellen abgebaut werden.

Rückbau als langfristiger Prozess

Bereits mehrfach hat die Stadt dem Abbau von Telefonzellen zugestimmt. So habe die Telekom 2017 den Rückbau von 28 Standorten beantragt, wovon 25 von der Stadt genehmigt wurden. Im Zuge einer erneuten Überprüfung des Bestandes durch die Telekom Deutschland GmbH, hat sich ein weiterer Standort als nicht funktional und wirtschaftlich erwiesen. Dieser Standort befindet sich in der Schillerstraße 43. Es habe sich herausgestellt, dass das Gerät durch die ungünstige Lage weder für den Betrieb eines HotSpots, noch für den Einsatz eines Small-Cells geeignet ist. Small-Cells werden installiert, um die Netzabdeckung zu verbessern, während Hot Spots einen öffentlichen drahtlosen Internetzugang ermöglichen.

Die Telekom Deutschland GmbH bittet infolgedessen die Stadt Wolfsburg als Nachtrag zum Abbaugesuch aus 2017 um Zustimmung zum ersatzlosen Abbau der Telefonsäule (Basistelefon) in der Schillerstraße 43. Die Anzahl der verbleibenden Standorte auf öffentlichen Flächen beläuft sich nach dem Abbau eines weiteren Standortes auf 21 Anlagen im Stadtgebiet.

Die Entscheidung über den Abbau wird im Verwaltungsausschuss getroffen.

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