Salzgitter-AG erzielt bestes Neunmonatsergebnis seit 2008

14. November 2017
Symbolfoto: Salzgitter AG
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Salzgitter. Wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, erzielte die Salzgitter-AG ihr bestes Neunmonatsergebnis seit 2008. Demnach könne man einen Gewinn von 174 Millionen Euro vor Steuern nach sehr zufriedenstellendem Sommerquartal ausweisen.

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Der Salzgitter-Konzern verzeichnete ein sehr zufriedenstellendes drittes Quartal 2017, heißt es in der Mitteilung. Die anhaltend gute Auftragslage in Verbindung mit zwar auf hohem Mengenniveau befindlichen, aber nicht weiter ansteigenden Importen in die EU führte bei Flachstahlerzeugnissen zu spürbar höheren Durchschnittserlösen. Auch der Geschäftsverlauf des europäischen lagerhaltenden sowie des internationalen Handels war sehr erfreulich. Flankiert von den Erfolgen aus den internen Maßnahmenprogrammen konnten so die im Sommerquartal üblichen saisonalen Auswirkungen aus verminderter Abnahme seitens der Kunden sowie planmäßigen Instandhaltungs- und Reparaturstillständen überkompensiert werden.

2012 eingeschlagener Weg war richtig

„Die kontinuierliche Umsetzung der Strategie ‚Salzgitter AG 2021‘ bleibt ein essentieller Baustein des mit der jüngsten Prognoseanhebung bestätigten Aufwärtstrends des Salzgitter-Konzerns. Das beste Neunmonatsergebnis seit 2008 freut mich auch ganz persönlich, bestätigt es doch die Richtigkeit des 2012 eingeschlagenen Wegs. Solchermaßen motiviert haben wir unsere konzernweiten Optimierungsmaßnahmen im Aufschwung nicht nur fortgesetzt, sondern nochmals fokussiert. Entsprechend zuversichtlich blicken wir auch in das neue Geschäftsjahr“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann. Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns stieg erlösbedingt auf 6.813,2 Millionen Euro (neun Monate 2016: 5.860,5 Millionen Euro). Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich um mehr als 150 Millionen auf 174,5 Millionen Euro (neun Monate 2016: 21,1 Millionen Euro). Hierin enthalten sind –8,7 Millionen Euro Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements (neun Monate 2016: 16,8 Millionen Euro), der letztmalig von –80 Millionen Euro Bewertungseffekten (neun Monate 2016: –16,7 Millionen Euro) aus der im vierten Quartal 2017 abgelösten Aurubis-Umtauschanleihe
gekennzeichnet war.

Aus 112,6 Millionen Euro Nachsteuergewinn (neun Monate 2016: 14,6 Millionen Euro) errechnen sich 2,01 Euro Ergebnis je Aktie (neun Monate 2016: 0,21 Euro) sowie 7,9 Prozent Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE; neun Monate 2016: 2,1 Prozent). Mit 33 Prozent Eigenkapitalquote sowie 132 Millionen Euro Nettofinanzposition (30. September 2016: 115 Millionen Euro) bleibt die finanzielle und bilanzielle Basis des Salzgitter-Konzerns solide.

Ausblick

Sie bestätigen ihre am 24. Oktober 2017 angehobene Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 und rechnen mit:

– einem auf etwa 9 Milliarden Euro gesteigerten Umsatz,
– einem Vorsteuergewinn zwischen 175 Millionen und 225 Millionen Euro sowie
– einer spürbar über dem Vorjahreswert auskommenden Rendite auf das eingesetzte Kapital.

In diesem Ausblick sind der Ertrag aus der aufzulösenden Derivateverbindlichkeit, gegenläufige Effekte aufgrund der Ausbuchung des anteiligen Buchwertes der abgegebenen Aurubis-Aktien sowie voraussichtliche – zunächst ergebnismindernde – Auswirkungen von vorgesehenen Maßnahmen aus dem konzernweiten Optimierungsprogramm „FitStructure SZAG“ berücksichtigt.

Die Salzgitter AG weist darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungskursen den Verlauf des Geschäftsjahres 2017 noch beträchtlich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Millionen Tonnen pro anno abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Mannesmann und Handel im Schnitt 25 Euro Margenveränderung pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Millionen Euro jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens.

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