Sanierung des Wohnheims: fast 450.000 Euro fehlen

9. Januar 2017 von
Das Studentenwohnheim in der Gaußstraße 16 steht vor der Schließung. Foto: Braumann
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Braunschweig. Das Studentenwohnheim in der Gaußstraße 16 steht vor der Schließung. Das Haus muss saniert werden, doch die Mittel sind nicht da. So bleibt für die Bewohner nur die Hoffnung auf großzügige Spenden - es fehlen weiterhin fast 450.000 Euro und die Zeit drängt.

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Bereits im September berichtete regionalHeute.de von der Situation. Im besten Zustand ist das Wohnheim in der Gaußstraße nicht mehr, das Dach ist marode, die Elektrik und der Brandschutz müssten auf den neuesten Stand gebracht werden. Allein die grundlegenden Sanierungen werden mit rund 500.000 Euro zu Buche schlagen.

Das Haus mit der Nummer 16 gehört dem Land und wurde der TU als Nutzer übertragen. Das Wohnheim wird von den Studierenden selbst verwaltet und stellt damit eine echte Besonderheit da. Auch Elisabeth Hoffmann, Pressestelle der TU Braunschweig, weiß um die Besonderheiten des Gebäudes. „Das ganze liegt uns schon am Herzen, aber die Sicherheit der Bewohner ist einfach nicht mehr gegeben, es wäre aber natürlich Schade, wenn dieses besondere Wohnheim nicht zu halten ist.“ Besonders die Selbstverwaltung sei ein Alleinstellungsmerkmal. Doch die TU kann keine Mittel für die Sanierung beantragen, das geht nur für die Bereiche Lehre und Forschung. So haben sich die Bewohner selbst ans Werk gemacht, um irgendwie die Summe aufzubringen.

Nur noch Zeit bis zum März

Sechs Monate haben sie Zeit, um die 500.000 Euro, die für eine erste Sanierung anfallen würden, zu beschaffen – Stichtag ist der 31. März. Danach ist Feierabend, sollte das Geld nicht gesammelt werden, schließt die Einrichtung. Nun läuft eine Crowdfunding-Aktion und es werden regelmäßig Events im Haus veranstaltet, um direkt Spenden zu sammeln. Die Events, der aktuelle Spendenstand und weitere aktuelle Information rund ums Haus werden auf der Homepage gauss16.wordpress.com bekannt gegeben. Bisher sind rund 52.000 Euro zusammengekommen. Es bleibt ein weiter Weg, bis zur 500.000 Euro Marke.

Andere Nutzung denkbar

Sollte die Summe nicht erreicht werden, möchte die TU das Gebäude im eigenen Bestand erhalten. Man werde schauen, welche Mittel man beantragen könne, um das Gebäude für Studierende in anderer Form nutzen zu können.

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