Schnellbusse sollen auch durch die Region brausen

von Nick Wenkel


Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay | Foto: Pixabay

Hannover/Region. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies hat am heutigen Montag das neue Förderprogramm für Landesbuslinien vorgestellt. Unter den 15 potenziellen Linien, gibt es mehrere Strecken in der Region - unter anderem Peine-Wolfenbüttel und Helmstedt-Wolfsburg.


Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat gemeinsam mit den ÖPNV-Aufgabenträgern und den kommunalen Spitzenverbänden, Verkehrsunternehmen und -verbänden sowie der Landesnahverkehrsgesellschaft 35 mögliche Strecken untersucht. Für die Region relevant wärendabei unter anderem die Strecken von Wolfenbüttel nach Peine und von Wolfsburg nach Helmstedt. Neben der Untersuchung potenzieller Verbindungen, hat das Ministerium weitere Kriterien für die Linien festgelegt.Der stündliche Verkehr und die direkten Anschlussmöglichkeiten sind dabei nur einige der relevanten Kriterien. Ausschlaggebender Aspekt der Modernisierung, sei es dievorhandenen Lücken im Schienennetz durch die neuen Schnellbuslinien erschließen zu können. "Wir wollen unsere Mittelzentren in Niedersachsen mit schnellen und modernen Busverbindungen besser an unsere Großstädte anbinden und auch miteinander vernetzen", erklärte Olaf Lies.

Weitere Strecken möglich


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Olaf Lies, Foto: Kai Baltzer



Wie Lies bekannt gab, können Fördermittel vom Land für die neuen Schnellbuss-Linien beantragt werden. Für den Kostenaufwand stellt das Land jährlich bis zu zehn Millionen Euro an Unterstützung zur Verfügung. Der Zweckverband Großraum Braunschweig als Aufgabenträger, wird sich nun um die konkrete Ausgestaltung kümmern. Fritz Rössig, Abteilungsleiter Nahverkehr beim Zweckverband Großraum Braunschweig, sagte: "Durch den Fördererlass wird die Möglichkeit geschaffen, neue landesbedeutsame Buslinien einzurichten und durch eine Förderung des Landes Niedersachsen zu unterstützen. Der ZGB begrüßt diese Initiative des Landes und wird in enger Abstimmung mit den zu beteiligenden kommunalen Gebietskörperschaften und Verkehrsunternehmen die weiteren Schritte veranlassen, um in eine konkrete Umsetzung zu kommen." Insgesamt würden sechs Buslinien in Frage kommen. Wolfsburg – Helmstedt, Peine – Wolfenbüttel, Goslar – Osterode am Harz, Bad Harzburg – Nordhausen, Herzberg am Harz – Wernigerode und Salzwedel – Wolfsburg.

Helmstedt - Wolfsburg weit vorne


Eine schnelle Umsetzung von Landesbuslinien sei nur möglich, wenn auf einen vorhandenen Dienstleistungsauftrag zurückgegriffen werden könne. Dies gelte insbesondere für die Verbindung Wolfsburg – Helmstedt, wobei hier sowohl der Landkreis Helmstedt wie auch die Stadt Wolfsburg großes Interesse an einer schnellen Realisierung zum Ausdruck gebracht hätten. Der ZGB wird diese Linie prioritär behandeln. Die Landesbuslinie Wolfsburg – Helmstedt hätte folgende Rahmenbedingungen. Linienführung: Wolfsburg – Danndord – Velpke – Klein Twülpstedt – Groß Twülpstedt – Groß Sisbeck – Querenhorst – Mariental – Helmstedt. Linienlänge: 36 Kilometer. Reisezeit: zirka 50 Minuten im Vergleich zum Auto mit 40 Minuten.

"Die übrigen potenziellen Landesbuslinien sind ebenfalls interessant, vor allem die Linien, die über die Verbands- beziehungsweise sogar über die Landesgrenzen hinausgehen", so Rössig. Hier seien aber noch entsprechender Abstimmungsbedarf nötig. Zudem könne bei diesen Linien und bei der Verbindung Peine – Wolfenbüttel die Umsetzung nicht im Rahmen bestehender Direktvergaben erfolgen, so dass auch vor diesem Hintergrund ein größerer zeitlicher Vorlauf erforderlich sei.


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