Traditionelles Tischabendmahl in der Berkumer St.-Annen-Kirche

30. März 2018
Im Kirchenschiff feierten die Gläubigen an einer langen Tafel gemeinsam Abendmahl Foto: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine
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Berkum. Für viele beginnt Ostern bereits am Nachmittag des Gründonnerstages. Man freut sich einfach auf ein langes Wochenende und bunte Schokoladeneier. Doch warum diese Tage überhaupt arbeitsfrei sind und dass eigentlich noch die Karwoche ist, in der Christen in aller Welt dem Leiden und Sterben Jesu gedenken, weiß so mancher nicht mehr.

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In der St.-Annen-Kirche gedachten am Abend des Gründonnerstages rund 40 Besucher bei einem Tischabendmahl der letzten Zusammenkunft Jesu mit seinen Jüngern, teilt der Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine mit. Pastor Titus Eichler gab dabei Denkanstöße zu Themen wie Gemeinschaft, Vertrauen und Hoffnung und berichtete aus der Geschichte zum Abend vor der Kreuzigung.

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ begann das Tischabendmahl. „Er fürchtet sich in dieser Nacht, weil keiner seiner Freunde mit ihm wacht. Jesus Christus ist uns nahe. Der Tisch ist gedeckt für alle und wir feiern das gemeinsame Mahl wie damals am Abend vor der Kreuzigung“, führte Pastor Eichler aus. Doch das Abendmahl sei nur die eine Seite, die andere seien die Kämpfe um die besten Plätze im Leben. Trotzdem dürfe man die Gemeinschaft, das Füreinander nicht aufgeben, sondern solle die Gemeinschaft der Fürsorglichkeit in der Nähe Jesu pflegen und bewahren.

„Auch wenn es schwerfällt zu vertrauen, die Schwere ist kein Grund, es nicht zu tun. Wer verraten wurde, verlassen oder verurteilt, darf neu anfangen“, bekräftigte der Pastor. Dann teilte er zunächst das Brot und dann den Wein aus, sinnbildlich für Leib und Blut Christi. Mit einem Dankgebet, den Fürbitten und dem Segen endete das Tischabendmahl. Im Anschluss blieb die Gemeinde aber noch zusammen und kam bei Brot, Käse und Weintrauben ins Gespräch.

„Wir weihen heute auch gleich unsere neuen Stuhlkissen mit dem Bild unserer schönen Kirche ein. Diese sind komplett aus Spenden finanziert. Wir haben auch gleich ein paar mehr davon produziert, denn der eine oder andere möchte vielleicht eins als Andenken kaufen“, erklärte Friedhelm Prange, Vorsitzender des Kirchenvorstands, abschließend.

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