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15 IGS-Schüler im Krankenhaus - Ursachenforschung läuft



Wolfenbüttel

15 IGS-Schüler im Krankenhaus - Ursachenforschung läuft

von Robert Braumann


Fotos/Video: aktuell24 (BM)
Fotos/Video: aktuell24 (BM)

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Wolfenbüttel. Auch am Tag nach dem Großeinsatz an der IGS Wallstraße sind die Hintergründe für die Erkrankung von 15 Schülern weiter unklar. Der Landkreis Wolfenbüttel hat weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse stehen aber noch aus.



Fest steht bisher, dass zum Ende der vierten Stunde einige Kinder über Reizungen der Augen, Haut und Atemwege, sowie Übelkeit klagten. Daraufhin habe der Lehrer den Schulsanitätsdienst informiert, der den Rettungsdienst alarmierte. Da nicht auszuschließen war, dass sich schadhafte Stoffe in der Raumluft befanden, alarmierte man zusätzlich die Polizei und die Feuerwehr. Die Feuerwehr löste dann einen sogenannten MANV (Massenanfall von Verletzten) aus. Es wurden erste Messungen durchgeführt, dabei gab es keine Anhaltspunkte auf schädliche Stoffe. Auch ob das Unwohlsein bei den Kindern durch Nuss-Schokolade ausgelöst wurde, die innerhalb der Klasse verteilt wurde, ist unklar. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Kinder in der Aufregung überreagiert hätten. Kornelia Vogt, Pressestelle Landkreis Wolfenbüttel, sagte am heutigen Donnerstag gegenüber regionalHeute.de, dass man weitere Raumluft-Messungen angeordnet hätte. Die genaue Auswertung werde aber ein paar Tage dauern, sollte es signifikante Auffälligkeiten geben, könne man vielleicht eine erste grobe Einschätzung geben. Auch ein Teil der verteilten Süßigkeit habe man sicherstellen können. Auch diese werde nun untersucht - Ergebnisse stünden aber bisher aus.

Bereits am Mittwoch hieß es, dass möglicherweise eines der Kinder tatsächlich allergisch auf die Schokolade reagiert hatte und es war im weiteren Verlauf zu einer Überreaktion bei den andern Kindern gekommen. Der Großteil der Schüler hatte das Krankenhaus bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen können.

***aktualisiert*** 13 02 Uhr


Eine Fachfirma hat am morgen die Räumlichkeiten erneut auf Schadstoffe kontrolliert und in einer ersten Einschätzung keine Gefährdung feststellen können. Es werde aber weiter geprüft, ob vielleicht flüchtige organische Verbindungen in der Luft festzustellen seien, so Vogt. Der betroffene Raum sei als Vorsichtsmaßnahme erst einmal gesperrt. Die sichergestellte Schokolade sei an das Landesamt für Verbraucherschutz für weitere Untersuchungen übergeben worden, auch hier dauere die Untersuchung an. Laut der Landkreis-Sprecherin können am heutigen Donnerstag auch die letzten beiden Schüler das Krankenhaus verlassen, damit ginge es allen wieder gut.

Im Video - Polizei und Schulleiterin äußern sich:





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