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Greenpeace zum Overshoot Day: "Die Erde ist am Limit"



Braunschweig

Greenpeace zum Overshoot Day: "Die Erde ist am Limit"


Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv Foto: Magdalena Sydow

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Braunschweig. In dieser Woche war der Earth Overshoot Day („Erdüberlastungstag“) weshalb Greenpeace-Aktivisten bundesweit ihre Forderung an Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) für ein Ressourcenschutzgesetz erneuern. Das berichtet Greenpeace Braunschweig in einer Pressemitteilung.



Auch in Braunschweig würden Umweltaktivisten über ihre Gesetzesinitiative informieren und Unterschriften gegen die Verschwendung neuwertiger und gebrauchsfähiger Waren sammeln – über 48.000 Menschen in Deutschland hätten sich bis heute daran beteiligt. „Unsere Erde ist am Limit“, sagt Max Kannenberg von der Greenpeace-Gruppe Braunschweig: „Immer schneller verbrauchen wir unsere Lebensgrundlagen und verschwenden unsere Zukunft. Wir brauchen ordnungspolitische Vorgaben für einen gesetzlich verankerten Schutz unser aller Ressourcen.“ In Frankreich und Italien gebe es bereits entsprechende Gesetze.

Die Ehrenamtlichen von Greenpeace fokussierten sich nach eigenen Angaben besonders auf die Ressourcenverschwendung im Online-Handel. Bis zu 30 Prozent der neuwertigen Retouren bei Amazon würden beispielsweise nicht wieder im direkten Verkauf, sondern oft gleich im Müll landen. „Unternehmen vernichten im großen Stil Saisonware, Retouren und Ladenhüter“, sagt Kannenberg. „Appelle an Verbraucher, ihr Konsumverhalten zu überdenken, verpuffen angesichts der erschreckenden Mengen weggeworfener Neuware. Die Politik ist in der Pflicht, die Leitlinien für einen verantwortungsvollen Ressourcenverbrauch neu zu ziehen, und zwar innerhalb der natürlichen Grenzen unseres Planeten.“


"Die Welt ist nicht genug – aber wir haben nur eine!"


Nach Berechnungen des Global Footprint Network komme der Erdüberlastungstag immer früher: Im Jahre 1990 wäre der Tag noch auf den 7. Dezember gefallen. Am 1. August habe die Weltbevölkerung dieses Jahr ihre Natur-Ressourcen rechnerisch aufgebraucht. Damit lebe der globale Norden auf Kosten ärmerer Länder im Süden, die zwar einen deutlich geringeren Ressourcenverbrauch hätten, von den Folgen des Klimawandels aber am stärksten betroffen seien. Extreme Wetterereignisse, Hungersnöte, Kriege und Artensterben seien die Folgen der übermäßigen Ressourcennutzung von Industrienationen wie Deutschland, so Greenpeace Braunschweig. „So wie wir heute leben und konsumieren, bräuchten wir 1,7 Erden“, sagt Kannenberg.

Eine entsprechende Petition könne man auch online unter https://www.greenpeace.de/stoppt-die-verschwendung unterzeichnen.


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