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70-Kilometer-Flucht: 21 Streifenwagen verfolgen 18-Jährigen


Die rücksichtslose Flucht erstreckte sich über etwa 70 Kilometer. Symbolfoto: Anke Donner
Die rücksichtslose Flucht erstreckte sich über etwa 70 Kilometer. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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23.10.2017

Braunschweig. 21 Streifenwagen nahmen in der Nacht zu Montag die Verfolg eines Verkehrssünders auf. Ein 18-Jähriger hielt die Polizei auf über 70 Kilometern in Atem, nachdem er sich einer Polizeikontrolle entzogen hatte. Die Verfolgungsjagd erstreckte sich über mehrere Landkreise bis hin nach Sachsen Anhalt.


Mit Geschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern auf Landstraßen und durch Ortschaften und bis zu 200 Stundenkilometern auf der Autobahn versuchte sich der junge Mann einer Kontrolle zu entziehen, berichtet die Polizei Braunschweig. Während der Verfolgungsjagd wurden laut Polizei etlicheVerkehrsteilnehmer gefährdet und nur mit Glück konnten Unfälle vermieden werden.

Sämtliche Haltezeichen missachtet


In Begleitung einer weiteren Person war der junge Mann in der Nacht zu Montag gegen 1.30 Uhr im Bereich des Braunschweiger Hauptbahnhofes einer Zivilstreife der Polizei aufgefallen. Als beide mit einem Audi A4 den Parkplatz Ackerstraße mit quietschenden Reifen verließen, sollten sie in Höhe des Gewerbegebietes Rautheim kontrolliert werden. Hier missachtete der Fahrer nach Angaben der Polizei sämtliche Haltezeichen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf der Bundesstraße 1 bis Königslutter und dann Richtung Ochsendorf.

Verfolgungsjagd durch zwei Bundesländer


Dabei lenkte er den Wagen mehrmals auf die linke Spur und wechselte bei Gegenverkehr erst im letzten Moment zurück. Überholversuche der Polizei wurden durch das Fahren von Schlangenlinien verhindert. Über die A2 ging es nach Sachsen-Anhalt, dann zurück bis Helmstedt, bis der Auto wieder Richtung Osten fuhr und kurz hinter Alleringersleben auf der Autobahn gestoppt werden konnte, weil der Fahrer in einen Stau geriet. Die rücksichtslose Flucht erstreckte sich über etwa 70 Kilometer.

21 Streifenwagen beteiligt


Der 18-Jährige und sein gleichaltriger Mitfahrer wollten sich der Kontrolle entziehen, weil sie Betäubungsmittel konsumiert hatten. An der Verfolgung waren bis zu 21 Funkwagen aus Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg und Magdeburg beteiligt. Auf der Autobahn und den Landstraßen wurden mehrere Autofahrer durch das Fahrverhalten des 18-Jährigen konkret gefährdet. Diese werden gebeten, sich als Zeugen bei der örtlichen Polizei zu melden.


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