Sie sind hier: Region >

900 Jahre Geschichte Wolfenbüttel - Dieter Kertscher informierte



Wolfenbüttel

900 Jahre Geschichte Wolfenbüttel - Dieter Kertscher informierte


Dieter Kertscher (am Mitteltisch) informiert und diskutiert mit den CDU Senioren. Foto: DLS
Dieter Kertscher (am Mitteltisch) informiert und diskutiert mit den CDU Senioren. Foto: DLS Foto: privat

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Wolfenbüttel. Die Heimat mit ihren Besonderheiten den Mitgliedern und Gästen näher bringen ist Ziel der CDU Seniorenunion. In diesen Tagen begrüßte Kreisvorsitzende Monika Bötel im „Hotel Forsthaus Werner“ Dieter Kertscher, als kundigen Referenten. Mit großem, Interesse verfolgten die Besucher den Vortrag, der mit Lichtbildern aufgelockert war. Das berichtet Dieter Lorenz.



Die Wolfenbütteler Geschichte lässt sich bis zum Jahr 1118 zurückverfolgen. Damals herrschte das Haus des Herrn Wulferus. Es folgten zahlreiche Herzöge bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648). Die Stadt Wolfenbüttel war stark befestigt und konnte von fremden Truppen nicht eingenommen werden. General Pappenheim von der Kaiserlichen Armee war der Initiator für eine ganz spezielle Taktik. Er ließ im Jahr 1627 die Oker unterhalb Wolfenbüttels aufstauen, indem er einen riesigen Erdwall zwischen Groß Stöckheim und Leiferde bauen ließ. Dadurch wurde das Wasser der Oker so hoch aufgestaut, dass es höher als zwei Meter in den Straßen Wolfenbüttels stand. Dadurch konnte Wolfenbüttel eingenommen werden. Ein zweites Mal geschah dies im Jahr 1641 durch den Wolfenbütteler Herzog August den Jüngeren. Er erreichte damit, endlich in die vom Kaiser zugesprochene Stadt einziehen zu können.

In Wolfenbüttel entstanden mehrere bedeutende Bauten wie die Marienkirche (1604 – 1623), das Schloss, das Zeughaus, zahlreiche Fachwerkbauten und das Lessinghaus an der Herzog-August-Bibliothek. Lessing war von 1770 bis 1781 Bibliothekar an der bedeutenden Bibliothek. Es gibt auch das Lessing-Theater, ein Staatsarchiv, eine Fachhochschule und bedeutende Industrie.



Herzog Carl I. verlegte die Residenz 1754 von Wolfenbüttel zurück nach Braunschweig. Herzog Julius war ein Ingenieur. Er entwickelte Kanonenkugeln, die er aus Eisenschlacke herstellen ließ. Diese stammte aus dem Bergbau im Harz als Abfall bei der Erzherstellung. Die Kanonenkugeln erfüllten ihren zerstörerischen Zweck nicht, weil sie beim Aufprall zerbarsten. Sie waren auch etwas arsenhaltig.

Wolfenbüttel war auch eine bedeutende Gärtnerstadt. Viele Gärtnereien bauten Gemüse an, das dann hier und in Braunschweig auf den Markt gebracht wurde. Dadurch entstand auch eine bedeutende Konserven-Industrie. Vor der St. Trinitatiskirche steht ein Denkmal, das ein Gärtnerpaar bei der Gemüseernte zeigt. Zahlreiche Fragen von den CDU Senioren beantwortet Kertscher. Großer Beifall unterstrich die Dankesworte der Seniorenkreisleiterin. Monika Bötel erinnerte an das Treffen am 20. Mai um 15 Uhr im Forsthaus. Dr. Burghardt Budde informiert dann über die Kirchenreform.


zum Newsfeed