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AfD Salzgitter hält Ausschlussverfahren gegen Höcke für überzogen

von Alexander Panknin


Michael Gröger äußert sich zu Vorwürfen gegen Björn Höcke. Foto: AfD
Michael Gröger äußert sich zu Vorwürfen gegen Björn Höcke. Foto: AfD

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15.02.2017

Salzgitter. Die AfD sorgt bundesweit weiterhin für Gesprächsstoff. Auch in der Partei selbst werden aktuelle Themen, wie die Vorwürfe gegen Björn Höcke, heiß diskutiert. Auf Anfrage äußert sich nun der Kreisverband der AfD Salzgitter.



Am Montag hatte der Vorstand der AfD für ein Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke abgestimmt. Das Ergebnis: neun zu vier Stimmen. Wie steht die Partei in Salzgitter zu der Abstimmung? regionalHeute.de hat nachgefragt.

Michael Gröger, erster Vorsitzender des Kreisverbandes, ist sich der Schwierigkeit bewusst, über dieses Thema öffentlich zu sprechen. Man befände sich gerade im Wahljahr und jedes Wort würde auf die Waagschale gelegt werden. Hier käme es schnell zu übereiligen Schlüssen, gerade wenn einzelne Phrasen komplett aus dem Kontext gerissen werden würden.Das Auschlussverfahren gegen Höcke sei überzogen.

Der Wahlkampf, gerade in den neuen Bundesländern, würde, so Gröger, anders geführt werden müssen als im Rest der Nation. Die Menschen hätten abhängig ihrer Region zum Teil ganz unterschiedliche Bedürfnisse, Ängste und Nöte. Dies würde ein anderes Vorgehen erforderlich machen. Als AfD sehe man seine Aufgaben ganz klar in der Opposition:
"Herr Höcke polarisiert, was auch seine Aufgabe ist, die er mehr als gut erledigt."

Gröger sieht die Partei auch keineswegs als gespalten an, man würde darüber diskutieren, aber das sei völlig normal. Vielmehr sollte man sich fragen, ob das "ewige Herumreiten auf erledigten, nicht mehr änderbaren Fakten" zielführend sei. Viele Mitglieder seien mit Sicherheit einer ähnlichen Auffassung.


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