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Antrittsvorlesung; "Neuronale Plastizität"



Braunschweig

Antrittsvorlesung; "Neuronale Plastizität"


Vorlesung im Haus der Wissenschaft. Foto: Archiv
Vorlesung im Haus der Wissenschaft. Foto: Archiv Foto: Thorsten Raedlein/Archiv

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Braunschweig. Professor Jochen Meier, Zoologisches Institut der Technischen Universität Braunschweig, hält seine Antrittsvorlesung "Neuronale Plastizität aus dem Blickwinkel der RNA-Editierung bei Epilepsie" am Mittwoch, 15. Juni, um 17 Uhr in der Aula, Haus der Wissenschaft. Professor Dr. Jochen Meier von der TU Braunschweig berichtet im Nachfolgenden darüber.

Weltweit leiden mehr als 50 Millionen Menschen an Epilepsie, einer Krankheit, die bei den betroffenen Personen kognitive Fehlfunktion und Angstzustände bis hin Ganzkörperkrämpfen auslöst. Die spontan auftretenden Anfälle gehen oft mit Verlust des Bewusstseins einher und schränken das alltägliche Leben daher erheblich ein. Leider wirkt die medikamentöse Behandlung bei einigen Patienten früher oder später nicht mehr. Die einzige Lösung ist dann die chirurgische Entnahme des betroffenen Bereichs im Gehirn, des sogenannten Hippocampus.

In der Antrittsvorlesung werden gewisse Vorgänge auf Molekülebene skizziert, die zum Krankheitsverlauf beitragen können. Genau genommen wird es dabei um die RNA-Editierung gehen, die dazu führt, dass Nervenzellen im Nachhinein den ihnen vorgeschriebenen Code zur Herstellung von Eiweiß quasi per Tipp-Ex verändern. Folge hiervon sind abartige Eiweiße, welche die Nervenzelle in ihrer Aktivität manipulieren und die oben beschriebenen neuropsychiatrischen Symptome hervorrufen können.


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