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Arbeitskreis des DRK besucht Shop in Wolfenbüttel



Wolfenbüttel

Arbeitskreis des DRK besucht Shop in Wolfenbüttel


Der Arbeitskreis der niedersächsischen DRK-Kleiderläden besichtigt den Shop in Wolfenbüttel. Foto: Privat

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Wolfenbüttel. Vertreter der Kleiderläden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus ganz Niedersachsen tagten in Wolfenbüttel. Der Arbeitskreis trifft sich zweimal im Jahr, um über wichtige Themen bezüglich der DRK-Shops zu sprechen. „Wir tauschen uns über viele Fragen aus, beispielsweise wie gehe ich mit Menschen um, wenn sie frech werden oder ob in den verschiedenen Shops gehandelt wird“, berichtet Juliane Liersch, Vize-Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Organisiert wurde das Treffen vom DRK-Landesverband.

Die Tagung startete mit der Besichtigung des Rotkreuz-Shops in der Wolfenbütteler Innenstadt am Alten Tore. Liersch berichtete über die Besonderheiten des Ladens und die Verbindung mit der Tafel. „Unser Shop ist zwar nicht sehr groß, jedoch profitieren wir sehr von der Spitzen-Lage“, erklärt die Vize-Präsidentin stolz. Die anderen Teilnehmer zeigten sich begeistert: „Es ist hier ja fast wie in einer Boutique.“ Die Kombination von Tafel und Kleiderladen ist in Niedersachsen einzigartig. Anschließend versammelten sich die 18 Mitglieder des Arbeitskreises zum weiteren Austausch im Tagungsraum des DRK-Kreisverbands am Exer. „Die Treffen sind für uns sehr wichtig. Sie helfen, Probleme zu lösen und geben oft neue Ideen“, sagt Liersch. Sie selbst möchte, nach dem Vorbild des Kleiderladens in Tostedt, ein Herzlich-Willkommen-Schild in verschiedenen Sprachen für Wolfenbüttel realisieren.


Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war der Umgang mit Flüchtlingen. „Wir haben uns gegenseitig beraten, wie am besten mit der Sprachbarriere umgegangen werden kann. Es gab viele positive Erfahrungen zu berichten“, erzählt Liersch. Im Wolfenbütteler Kleiderladen arbeiten bereits drei geflüchtete Frauen im Rahmen der Arbeitsgelegenheit. „Sie engagieren sich sehr und machen die gleiche Arbeit wie wir. Dadurch, dass sie im Laden deutsch sprechen müssen, erhalten sie den besten Sprachkurs. Außerdem stehen sie uns als Dolmetscher zur Seite“, sagt Liersch.

Gravierende Unterschiede zwischen den Shops in Niedersachsen bestehen vor allem in der Verkaufsfläche. „Manche Läden sind fast dreimal so groß wie unser in Wolfenbüttel“, beschreibt sie. Deshalb veranstaltet das DRK Wolfenbüttel verschiedene Börsen im Jahr mit Waren, die im alltäglichen Geschäft keinen Platz finden. „Wir haben beispielsweise vor kurzem an einem Samstag Schmuck angeboten“, so Liersch. Am 5. März findet eine Börse rund um Kinderkleidung und Spielzeuge statt. Die nächste Tagung des Arbeitskreises der niedersächsischen DRK-Kleiderläden findet im September in Soltau statt.


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