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Ausstellung „Bildersturm“ wird am 2. November eröffnet


"Der unverwertbare Rest" von Karen Aurin. Foto: Karen Aurin
"Der unverwertbare Rest" von Karen Aurin. Foto: Karen Aurin

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23.10.2017

Salzgitter. Unter dem Titel „Bildersturm“ präsentieren vom 2. November bis zum 11. Januar in der Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt Künstler des Bundes Bildender Künstler, Regionalgruppe Harz, ihre Werke. Zahlreiche Maler, Grafiker, Bildhauer und Fotografen haben unter anderem Themen wie Flucht und Zerstörung in ihrem eigenen Stil umgesetzt und regen zum Nachdenken an.


„So vielfältig wie die Lebensentwürfe der Mitglieder des BBK Harz sind, so unterschiedlich ist die Herangehensweise und die Umsetzung in ästhetischer Kunst“, sagt Hilda Groll, Vorsitzende des BBK Harz. Für alle war es eine Herausforderung, aber die Maler, Grafiker, Bildhauer und Fotografen haben die Thematik beeindruckend in ihrem eigenen Stil umgesetzt.

Mit dem Titelbild "der unverwertbare Rest" setzt sich die Künstlerin Karen Aurin mit der verfemten Kunst zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Helmut Lingstädt erinnert in seiner Zeichnung "Teil des Lebens, vom Sockel gestoßen" an einen Bildersturm der Erleichterung. Damals bekamen Menschen ihre Freiheit zurück, die in den Lagern um das Hüttenwerk interniert waren. Mit dem Bild "Dreams after the journey of Death" verarbeitet Marwan Sharif seine Flucht aus Syrien nach Deutschland. Die religiösen Streitfragen, was abgebildet werden darf oder nicht, was angebetet oder verehrt werden darf oder nicht, bringt Hilda Groll in ihrem Triptychon "Nicht Anbeten" zum Ausdruck.

Anna Barth erschuf aus der Zerstörung der Bilder eine Vielzahl von Neuem, Thomas Krutmann erinnert an den eigenen Bildersturm, der Bilder erst gar nicht entstehen lässt, Eva Hennecke denkt über den Bildersturm von außen, als Angriff auf unsere mühsam erkämpften Werte nach und Hiltrud Esther-Menz zeigt in ihren Arbeiten die sich immer wiederholenden Systeme der Grausamkeiten.

Die Vernissage ist am Donnerstag, 2. November um 19 Uhr.


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