Braunschweig

BAU warnt vor Gesundheitsgefährdung durch Diesel-Baumaschinen


Die IG BAU fordert einen verpflichtenden Partikelfilter für Bagger & Co. Foto: IG Bau
Die IG BAU fordert einen verpflichtenden Partikelfilter für Bagger & Co. Foto: IG Bau Foto: IB Bau

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24.10.2017

Braunschweig. Baustellen in Braunschweig sollen rußfrei werden: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor der Gesundheitsgefährdung durch Diesel-Baumaschinen gewarnt. „Egal ob Bagger, Walze oder Radlader – die Dieselrösser vom Bau sind ein riesiges Umwelt- und Gesundheitsproblem“, sagt Karl-Heinz Ehrenberg.


Nach Einschätzung des IG BAU- Bezirksvorsitzenden haben Bauarbeiter ein besonders hohes Risiko für Lungen- oder Kreislauferkrankungen. Die IG BAU Braunschweig-Goslar fordert deshalb eine Rußpartikelfilter-Pflicht für die Baubranche. „Bei Diesel-Autos ist ein Filter schon seit zehn Jahren vorgeschrieben. Derzeit wird zudem über die Verschärfung der Abgasnormen diskutiert. Es kann nicht sein, dass man auf der anderen Seite bei den besonders großen Luftverpestern wie Radladern beide Augen zudrückt“, kritisiert Ehrenberg.

Ein verpflichtender Rußpartikelfilter sei ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschutz für die rund 1.490 Bauarbeiter in Braunschweig. „Sie stehen täglich im Diesel-Dunst und atmen Emissionen ein, die nicht nur krebserregend sind, sondern auch bis zum Herzinfarkt führen können“, unterstreicht der Gewerkschafter. Auch Anwohner von Baustellen würden durch den flächendeckenden Einsatz von Filtern wirksam geschützt. In manchen Städten machten ungefilterte Dieselabgase von Baumaschinen bis zu einem Viertel aller Stickoxid-Emissionen aus, so die IG BAU.

Zwar gebe es bereits eine finanzielle Unterstützung für Unternehmer, die nachträglich einen Partikelfilter einbauen lassen. Bis zu 2.000 Euro können sie dafür von der Berufsgenossenschaft Bau bekommen. „Doch um wirklich eine bessere Atemluft zu erreichen, reicht das nicht aus. Der Staat muss – wie heute schon in der Schweiz – den Partikelfilter vorschreiben und per Nachrüstprämie oder direkten Zuschüssen für die Neuanschaffung flankieren“, fordert Ehrenberg.


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