Wolfenbüttel

BlueLiner Frank Lehmann ist Deutscher Meister im 50-km-Lauf


Foto: Friedrich-Wilhelm Schneider

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03.04.2014


Wolfenbüttel/ Berlin. Was für ein Ergebnis für den Wolfenbütteler Laufclub BlueLiner. Gleich mit einem kompletten Medaillensatz kehrte die neunköpfige Mannschaft am letzten Wochenende aus Grünheide/Kienbaum, bei Berlin, von den Deutschen Meisterschaften im Ultramarathonlauf über die 50-Kilometerstrecke, zurück. Ausrichter war die Deutsche Ultramarathonvereinigung (DUV).

Kienbaum, hat einen besonderen Reiz auf alle Sportler. Hier befindet sich das Bundesleistungszentrum der Republik. Hervorgegangen aus der Kaderschmiede der DDR, konnte mit Unterstützung des Bundes diese einmalige Sportschule erhalten werden. In einer Oase der Ruhe, der Stille und Abgeschiedenheit, mit waldreicher Luft und fernab von jeglichem Trubel können sich die Sportler auf die Höhepunkte der Saison vorbereiten.

Die kleine Ultra-Lauf-Mannschaft der BlueLiner durfte hier zwei Tage zu Gast sein. Genossen alle Annehmlichkeiten, die sonst nur die Hochleistungsathleten der Welt genießen können.

Dichter Nebel lag über dem Liebenberger See, der zum Leistungszentrum gehört, als der Starter das 99-köpfige Läuferfeld auf die 50-Kilometer lange Strecke schickte. Zehn Runden mit je fünf Kilometern mussten dabei von den Teilnehmern zurückgelegt werden. Im Laufe des Rennens kam die Sonne mit frühlingshaften Temperaturen aus dem Nebel und bescherte den Läufern, wie auch den Betreuern, einen angenehmen Lauf.

Anke Meinberg, Daniela Albrecht, Katrin Herrmann, Ilka Friedrich, und Petra John hatten sich einen Podestplatz in der Mannschaftswertung der Frauen erhofft. Anton Haigermoser, Frank Lehmann, Ernst Riemann, und Michael Richter bei den Männern, wollten es den Frauen gleich tun. Es kam alles anders: Frank Lehmann (M40) orientierte sich gleich mit an die Spitze des Starterfeldes, spulte ein sehr gleichmäßiges Rennen auf der fünf Kilometer langen Runde ab. Nur einmal hatte Lehmann einen kleinen Einbruch, war jedoch wieder schnell bei der Sache. Am Ende blieben die Uhren für ihn bei 4:04:09 stehen. Das bedeutete die Deutsche Meisterschaft und Goldmedaille in der Altersklasse M40. „Das kann nicht sein, ich habe doch keine Qualifikation dafür erlangt“, so der sympathische BlueLiner zurückhaltend. Lehmann hat nach einer langen Verletzungspause nicht mit dieser Zeit gerechnet.

Ernst Riemann (M55) lief kurze Zeit später mit 4:05:53 Stunden auf Platz vier, Anton Haigermoser M50) mit 4:43:10 Stunden auf dem siebten Platz und Michael Richter (M55) in 5:10:14 ins Ziel. In der Zeitaddition für die Mannschaftswertung belegte das BlueLiner-Trio den vierten Platz.

Bei den Frauen setzte sich Daniela Albrecht (W35) mit an die Spitzengruppe, lief ein beherztes Rennen und wurde am Ende mit 4:22:40 Stunden Zweite ihrer Altersklasse. Ilka Friedrich (W40) ging gesundheitlich leicht angeschlagen ins Rennen, steigerte sich jedoch von Runde zu Runde. Die unerwartete Silbermedaille in der Altersklassenwertung W40, mit 4:36:08 Stunden, war die Belohnung. Petra John (W50) hatte sich viel vorgenommen: Eine Zeit unter fünf Stunden wollte sie raushauen. Es klappte - sie konnte sich über 4:54:16 Stunden dem dritten Platz und der Bronzemedaille bei den Frauen W50 freuen. Anke Meinberg (W60) setzte sich, wie Albrecht, mit an die Spitzengruppe. In der siebten Runde musste Meinberg mit erheblichen Magenproblemen ihre Gegnerinnen und Sportskameradinnen ziehen lassen. Am Ende wurde es noch die Bronzemedaille mit 5:12:49 Stunden für sie. Katrin Herrmann (W45), bisher nur auf der Marathonstrecke unterwegs, war aufgeregt, sollte es doch ihr erster Ultramarathon werden. Große Freude für sie im Ziel. Platz acht und eine Zeit von 5:17:53 Stunden machten sie glücklich.

In der Mannschaftswertung (Albrecht, Friedrich und John) konnten sich die Frauen über die Bronzemedaille freuen.

Die Mannschaft der Männer mit Lehmann, Riemann und Haigermoser belegte den vierten Platz. In der Wertung der Männer 50+, blieb am Ende wieder nur der vierte Platz für die BlueLiner übrig.

Mit einem Meistertitel, zwei Silbermedaillen, und dreimal Bronze, ein außerordentliches Ergebnis für die BlueLiner Ultralaufsportler. „So kann es weitergehen in diesem Jahr“, freute sich der Pressewart der BlueLiner, Friedrich-Wilhelm Schneider.


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