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Bötschenberggymnasium: Schüleraustausch mit Ermelo und Vitré



Helmstedt

Bötschenberggymnasium: Schüleraustausch mit Ermelo und Vitré


Besuch aus Frankreich und Holland am Bötschenberg Gymnasium. Foto: Bötschenberg Gymnasium
Besuch aus Frankreich und Holland am Bötschenberg Gymnasium. Foto: Bötschenberg Gymnasium Foto: Bötschenberg Gymnasium

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Helmstedt. 25 Austauschschüler aus Holland und Frankreich erlebten eine spannende Woche am Gymnasium am Bötschenberg.



Erst einmal gab es Würstchen und Kartoffelsalat, als die 25 Schüler und Schülerinnen des neunten Jahrgangs des Christerlijk College aus Ermelo zusammen mit ihren beiden Lehrern nach einer langen Busfahrt am Montagnachmittag in Helmstedt ankamen. Die 25 französischen Gäste aus Vitré waren schon am Vormittag, ebenfalls in Begleitung von zwei Lehrern, eingetroffen. Am Nachmittag ging es darum, die gastgebende Stadt erst einmal näher kennen zu lernen. Ausgerüstet mit einem Stadtplan, einer Wegbeschreibung und einem Katalog von Fragen machten sich holländische, französische und deutsche Schüler auf den Weg in die Stadt, um sich bei einem längeren Spaziergang die Sehenswürdigkeiten Helmstedts anzuschauen und dabei etwas über die Stadt und ihre Geschichte zu lernen. Eifrig diskutierten die Schüler und Schülerinnen die zum Teil kniffligen Fragen auf Englisch und lernten dabei nicht nur die Stadt, sondern sich auch untereinander besser kennen. Ein Stopp an der Eisdiele war bei schönem Wetter unbedingt erforderlich.

Am darauf folgenden Tag ging es in die Autostadt nach Wolfsburg, wo neben einer Themenführung unter anderem auch eine Werksbesichtigung mit auf dem Programm stand. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste aus dem Ausland hier von den vielen Roboterstraßen, die im VW-Werk zum Einsatz kommen und die vor allem in der Fertigungshalle 54 zu bestaunen sind. Anschließend besichtigten die Gäste zusammen mit ihren Gastgebern die Autostadt auf eigene Faust.

Besuch in Berlin


Auch die Hauptstadt sollte nicht fehlen, wenn man zu Besuch in Deutschland ist. Und so machten sich die Gäste aus Holland und Frankreich zusammen mit ihren Gastgebern auf den Weg nach Berlin. Ausgangspunkt des Berlinbesuchs war eine Stadtrundfahrt, bei der besonders auf die Zeugnisse der deutschen Teilung eingegangen wurde, wie man sie zum Beispiel noch an der Bernauer Straße findet. Die mit Originalteilen nachgebaute Grenzanlage und die Dauerausstellung dort ermöglichen einen Eindruck von der Zeit der deutschen Teilung und von den Ereignissen rund um die Wiedervereinigung. Beeindruckt waren die Gäste auch von den vielen in den Gehweg eingelegten Gedenkplaketten, die jeweils auf einen missglückten oder (in wenigen Fällen auch) geglückten Fluchtversuch hinweisen.

Ein Aufenthalt im Stasi-Museum rundete das Programm des Berlin-Besuchs für die holländischen Gastschüler ab. Die französischen Gäste besuchten stattdessen auf eigenen Wunsch zusammen mit ihren Gastgebern noch das Reichstagsgebäude und verschafften sich so einen Eindruck vom zentralen Gebäude der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Am Nachmittag machten sich die Schüler und Schülerinnen in gemischten Gruppen auf den Weg um am Alexanderplatz noch etwas einzukaufen, bis sich dann alle auf der Museumsinsel wieder trafen, um die Rückfahrt anzutreten.

Natürlich erhielten die Schüler und Schülerinnen aus den befreundeten Schulen auch die Möglichkeit, einen Tag lang ganz normal am Schulunterricht teilzunehmen oder eventuell (falls dies gewünscht wurde) in einem Fach ihrer Wahl zu hospitieren. Außerdem nahmen alle ausländischen Schüler und Schülerinnen für zwei Stunden am regulären Sportunterricht teil. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der gastgebenden Eltern, die sich an der Gestaltung des Programms beteiligten und dafür sorgten, dass sich die Gastschüler in Helmstedt wohlfühlten. Die Eltern organisierten zum Abschluss noch ein großes Kuchenbuffet für alle Beteiligten des Austausches und die Schülerinnen und Schüler bedankten sich dafür mit einem kleinen Programm, das sie selbst erarbeitet hatten.


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