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Brich die Ketten - Goslar tanzt gegen Gewalt

von Anke Donner


Rund 50 Männer und Frauen setzten am Sonntagnachmittag ein Zeichen gegen Gewalt und Unterdrückung. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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14.02.2016


Goslar. Rund 50 Männer und Frauen setzten am Sonntagnachmittag ein Zeichen gegen Gewalt und Unterdrückung. Sie tanzten, wie es viele tausend Menschen auf der ganzen Welt heute tun - denn es ist „One Billion Rising“.

Der 14. Februar ist nicht nur der Valentinstag, sondern auch ein weltweiter Aktionstag unter der Überschrift „one billion rising“ – Aufstehen gegen Gewalt. Seit 2013 gehen an diesem Tag in mehr als 200 Ländern Menschen auf die Straße und demonstrieren mit einem Tanz-Flashmob gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Den Ort, um gemeinsam gegen Gewalt zu tanzen, hatte man kurzfristig ins Amsdorfhaus verlegt. Denn Kälte und Nieselregen machten den Tanz-Flashmob an der Kaiserpfalz unmöglich. Also zog die kleine Gruppe in die Räume der Marktgemeinde. Dort wurde unter der Leitung der Zumba-Tänzerin Anabel Cadena getanzt. Die gebürtige Mexikanerin heizte den Tanzenden rund eine halbe Stunde ordentlich ein. Zum diesjährigen One Billion Rising-Lied ,„Break the chain“, wurden auf symbolische Weise die Ketten der Gewalt, Unterdrückung und des Schweigens gebrochen.


Anabel Cadena führte den Tanz an. Foto: Anke Donner



Die Aktion wurde von der Frauen-Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar organisiert. Schon im Jahr 2013 fand die gewaltlosen Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Goslar statt. In diesem Jahr jedoch mit deutlich mehr Teilnehmern, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Vera Tietz. Und wenn auch nicht unter freiem Himmel und unter weniger Zuschauern, wollten sie dieses Zeichen setzten. „Es geht doch dabei vor allem um die Symbolik“, so Tietz. Es ging den Männern, Frauen und auch Kindern darum zu sagen: Es ist Zeit die Ketten zu brechen. Brich die Ketten. Tanz, erhebe dich. Tanz, erhebe dich (Auszug aus dem Lied „Break the chain“).


Gemeinsam ein Zeichen gesetzt. Foto: Anke Donner


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