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Brigitte Fust nach 25 Jahren als Schiedsfrau verabschiedet

von Anke Donner


Foto: Anke Donner)

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29.09.2014


Schöppenstedt. 25 Jahre war sie als Schiedsfrau für die Samtgemeinde Schöppenstedt tätig. Hat Nachbarschaftsstreitigkeiten geschlichtet und Konfklikte gelöst. Nun verabschiedet sich Brigitte Fust aus ihrem Dienst und übergibt ihr Amt der nächsten Generation.


Ruth Naumann dankte der ehrenamtlichen Schiedsfrau Brigitte Fust für ihre langjährige Arbeit. Foto:



"Manche Fälle waren ganz schön haarig", sagt Brigitte Fust bei ihrer Verabschiedung im Rathaus. Manchmal musste sie auch schmunzeln, oft hat sie den Kopf geschüttelt, über das, worüber sich die Menschen so streiten. Rund 150 Fälle hat sie in 25 Jahren betreut. Oft reichte nur das Gespräch mit den Streithähnen, selten ging ein Fall vor Gericht. Nun ist es an der Zeit, das Zepter weiterzugeben. Ihr Nachfolgerinnen sind schon gefunden.

Angelika Uminski-Schmidt und Blanka Tendler werden sich den Schiedsamtsbezirk von Brigitte Fust nun teilen und versuchen, Streitigkeiten zu schlichten.

Doch ob nun Brigitte Fust, oder ihre Nachfolgerinnen - Für die Frauen, die dem Amtsgericht unterliegen, steht vor allem der Mensch im Vordergrund. "Oft ist es nur eine Kleinigkeit, weshalb man uns zu Rate zieht. Aber die Fronten sind so verhärtet, dass nur ein kleiner Tropfen den Becher zum Überlaufen bringt. Und anstatt selber etwas zu tun, werden wir gerufen. Oft habe ich es geschafft, mit nur einem Gespräch die Sache zu klären", erzählt Brigitte Fust.


Angelika Uminski-Schmidt und Blanka Tendler treten die Nachfolge als Schiedsfrauen an. Foto: Anke Donner)



Das wollen zukünftig auch Angelika Uminski-Schmidt und Blanka Tendler tun. Während Angelika Uminski-Schmidt den ländlichen Bereich Schöppenstedts übernimmt, wird Blanka Tendler in den Bereich Schöppenstedt wechseln.

Allen drei Frauen wünschte Schöppenstedts Samtgemeindebürgermeisterin Ruth Naumann alles Gute und viel Erfolg. Für Brigitte Fust gab es zum Abschied und als Dank einen Strauß bunter Blumen, eine Urkunde und den Schöppenstedter-Ehrenteller.

Wer einmal den Dienst der Schiedsfrauen Schöppenstedt in Anspruch nehmen muss, kann sich im Rathaus melden. Die Kosten von rund 60 Euro muss der Mandant selber tragen.


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