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Bürgermeister Nerlich reagiert auf Schülerprotest



Gifhorn

Bürgermeister Nerlich reagiert auf Schülerprotest

von Eva Sorembik


Symbolbild/ Foto: Robert Braumann
Symbolbild/ Foto: Robert Braumann

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Gifhorn. Der geplante Edeka-Neubau neben der Freiherr-von-Stein-Schule sorgt bei den Schülern, Lehrern und Eltern der Hauptschule für Ärger. Durch die Errichtung des Supermarktes wird der Schulhof auf rund 1.900 Quadratmeter verkleinert. Hiergegen haben nun die Schüler protestiert.



Nach einem Bericht der "Aller-Zeitung" hätten die Schüler am Donnerstag mehr als 300 an den Bürgermeister gerichteten Briefe im Rathaus abgegeben, in denen sie gegen die "drastische Verkleinerung ihres Pausenhofs" protestieren. "Wir hoffen, dass der Bürgermeister unseren Protest ernst nimmt und Kontakt mit uns sucht", schilderte Schülervertreter Dorian Reese gegenüber der "Aller-Zeitung". Sein Mitstreiter Mustafa Siala kritisierte, dass die Schülervertreter keine Möglichkeit gehabt hätten, mit dem Bürgermeister persönlich zu sprechen.

regionalHeute.de hat bei der Stadt nachgefragt. Die Stellungnahme veröffentlichen wir unkommentiert und ungekürzt:

Drei Schüler der Freiherr-vom Stein-Schule haben am Donnerstagmorgen gut 200 Briefe von Schülern und Schülerinnen im Büro des Bürgermeisters abgegeben. Bürgermeister Matthias Nerlich konnte die Briefe selbst nicht entgegen nehmen, da er zu diesem Zeitpunkt im Gespräch mit Gästen war.

Noch am Nachmittag informierte Matthias Nerlich während der Sitzung des Verwaltungsausschusses die anwesenden Vertreter der Politik und der Verwaltung über die eingegangen Briefe. "Wir werden den Schülern selbstverständlich antworten", sagt Nerlich.

Natürlich kann ich die Befürchtungen der Schüler gut verstehen. In Zusammenhang mit dem geplanten Bau des innerstädtischen Supermarktes und eines neuen Parkdecks muss der Schulhof verkleinert werden. Das klingt erst einmal ganz so, als ob den Schülern nur etwas weggenommen werden soll. Dies ist aber nicht der Fall.

Die Größe eines Schulhofes ist nicht das einzige Kriterium auf das es ankommt. Was zählt, ist eine gute Aufenthaltsqualität und die wird sich für die Schüler nach dem Umbau spürbar erhöhen. Der zukünftige Schulhof ist nach der Verkleinerung immer noch 1900 Quadratmeter groß und liegt damit immer noch über den bisher formulierten Mindeststandards. Auf der anderen Seite müssen wir als Stadt auch dem seit Jahren von vielen Bürgern intensiv geforderten Wunsch nach einem innerstädtischen Supermarkt Rechnung tragen.

Was den Vorwurf betrifft, die Stadtverwaltung würde die Schule nicht ausreichend informieren, kann ich folgendes sagen. Bis heute liegt weder ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor, noch hat der Investor einen Bauantrag gestellt, so dass zum jetzigen Zeitpunkt über die endgültige Ausgestaltung des Projektes und den Ablauf von Bauarbeiten überhaupt keine konkreten Aussagen getroffen werden können. Das gilt auch für den Schulhof.


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