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Bürgermuseum in der Jahnturnhalle: So soll es aussehen

von Max Förster


Bürgermuseum. Fotos: gewerkdesign/Ausstellungsgestalter Henning Humml
Bürgermuseum. Fotos: gewerkdesign/Ausstellungsgestalter Henning Humml Foto: gewerk design/Ausstellungsgestalter Henning Humml

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12.02.2016


Wolfenbüttel. Nachdem bekanntgegeben wurde, dass die Jahnturnhalle nicht zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden soll (regionalHeute.de berichtete), kann nun die geplante Errichtung eines Bürgermuseums umgesetzt werden. Wie das Ganze aussehen soll, wurde beim jüngsten Kulturausschuss präsentiert.

Das Konzept des Bürgermuseums, das zusammen mit Dr. Sandra Donner und der gewerkdesign konzipiert wurde, sieht eine Dauerpräsentation zur Stadtgeschichte Wolfenbüttels mit kleinen Wechselausstellungsbereichen vor. Im Mittelpunkt des neuen Museums steht die Geschichte Wolfenbüttels der letzten drei Jahrhunderte, die anhand verschiedener Themenfelder, einer durchgehenden Panoramawand und einem lebendigen Archiv erlebbar gemacht werden soll. Die multifunktionale Ausstellungsarchitektur gehe somit auf die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen der Bürgerinnen und Bürger ein. Die Exponate entstammen zum Großteil aus dem eigenen Bestand, erklärte Dr. Sandra Donner, dennoch ermöglicht das lebendige Bürgerarchiv eine aktive Mitgestaltung der Wolfenbütteler Bevölkerung.

Die einzelnen Elemente


Das lebendige Archiv


Die Ausstellung auf einem Blick: Entdeckerkisten, Schauvitrinen, Panoramawand und Hörstation Foto: gewerk design/Ausstellungsgestalter Henning Humml



Das zentrale Element des Bürgermuseums ist die sich über die gesamte Halle erstreckende, zweistöckige Schaubühnenkonstruktion, die begehbar ist. Sie dient nicht nur als Ausstellobjekt für verschiedene Exponate, sondern auch durch seine zweite Etage als Aussichtsplattform. Die Besucher haben in der oberen Etage die Möglichkeit, "eine andere Perspektive auf die Geschichte einzunehmen", so Dr. Sandra Donner. Durch die Vielzahl an Fenstern, könne sogar die umliegende Stadt aus einer ganz neuen Sicht betrachtet werden. Im Erdgeschoss gibt es die Möglichkeit, eigene Exponate dem Museum zur Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Diese werden dann über eine große Bürgervitrine an der Schaubühne ausgestellt. So erlebe die Ausstellung nicht nur einen ständigen Wandel, sondern werde auch seinem Namen als Bürgermuseum gerecht.

Die Panoramawand

Den Rahmen des Bürgermuseums bildet eine Panoramawand, die in Fachwerkoptik gestaltet ist. Die einzelnen Flächen an dieser Fachwerk-Wand können mit textlichen und fotografischen Elementen versehen werden. Zudem sei es möglich, Filme und Bilder digital auf die Wandfläche zu projizieren.  Diese Elemente können folglich ausgetauscht werden.

Die Themenfelder

Die oben genannten Themenfelder, die aus modularen, kombinierbaren Möbel- und Vitrinensystemen bestehen,  sollen als eine Art "Mitmach-Platz" dienen. Beim Themenschwerpunkt Industrialisierung werden beispielsweise Werktische zum Ausprobieren aufgestellt. Hier könne die Geschichte der Stadt Wolfenbüttel also direkt erlebt werden, so Dr. Sandra Donner.

Weitere Highlights


Hörstation Foto: gewerk design/Ausstellungsgestalter Henning Humml



Die obere Etage dient nicht nur als Aussichtspunkt, sondern bietet mit seiner Präsenzbibliothek und einer Reihe von Tischen und Stühlen auch eine didaktische/pädagogische Plattform, erklärte Geschäftsführer Jens Imig.  Hier können beispielsweise Schulklassen Projekte erarbeiten oder anhand der Zeitungsbestände der Bibliothek in der Vergangenheit der Stadt stöbern. Eine weitere Besonderheit sind die Entdeckerkisten für Kinder. In jedem Themenfeld sollen zusätzliche Exponate für Kinder zur Verfügung gestellt werden, um die Geschichte auch ihnen nahe zu bringen und lebendig zu machen, erklärte Dr. Sandra Donner gegenüber regionalHeute.de. Zusätzlich soll es auch eine Hörstation geben. Hier wird Geschichte von Bürgerinnen und Bürger erzählt.

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