Eckpunktepapier zur Förderung der E-Mobilität unterzeichnet

12. Juni 2017 von
Vertreter der Kommunen im Landkreis Wolfenbüttel haben heute ein Eckpunktepapier zur Förderung der E-Mobilität im Landkreis Wolfenbüttel unterzeichnet. Fotos: Anke Donner
Landkreis. Die E-Mobilität soll ausgebaut werden. dazu haben Landkreis und die Mitgliedsgemeinden am Montag ein Eckpunktepapier unterzeichnet. Zu den in der Absichtserklärung gesteckten Zielen gehört der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Erhöhung des Anteils von E-Autos und E-Bikes in den Verwaltungen sowie der Aufbau eines Car-Sharing-Systems mit E-Autos.

Weiterhin sollen die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises in Veranstaltungen regelmäßig über Elektro-Mobilität informiert werden. Zudem sind kostenlose Probefahrten mit Elektro-Autos für Bürgerinnen und Bürger geplant. Um den Anteil von E-Mobilität am Verkehrsaufkommen zu steigern, soll zudem in die Radverkehrsinfrastruktur investiert werden. Außerdem sollen in einem Modellprojekt Anreize für Pflegedienste und Apotheken geschaffen werden, um auf Elektro-Autos umzusteigen. Einige der Vorhaben sollen aus dem Asse-Fonds finanziert werden.

Landrätin Chistiana Steinbrügge machte vor der Unterzeichnung noch einmal auf die Bedeutung der E-Mobilität aufmerksam. „Die Kommunen spielen beim Thema Elektro-Mobilität eine wichtige Rolle und sehen sich auch in der Verantwortung, die E-Mobilität bekannter zu machen. Wir alle sehen uns als Unterstützer und Impulsgeber. Wichtig ist, dass wir das alle gemeinsam anpacken“, so Steinbrügge. Dabei wolle man aber nicht nur die E-Autos im Blick haben, sondern auch alle anderen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge. Die Landrätin sieht für den Landkreis Wolfenbüttel eine große Chance – auch was die Stärkung der Infrastruktur angeht.

Waren bei der Vertragsunterzeichnung dabei:Petra Eickmann-Riedel (Samtgemeinde Sickte), Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink, Regina Bollmeier, (Samtgemeinde Elm-Asse), Stefan Thiele (Gemeinde Cremlingen), Birgit Simons (Samtgemeinde Baddeckenstedt), Michael Petrick (Gemeinde Schladen-Werla), Professor Dr. Thomas M. Cerbe und Professor Dr. Joachim Landrath (Centrum für Elektromobilität
 Ostfalia), Landrätin Christiana Steinbrügge und Marc Lohmann (Samtgemeinde Oderwald).

Auch Bürgermeister Thomas Pink begrüßt die Offensive, die nun gemeinsam mit dem Landkreis gestartet wird, sehr. „In Sachen E-Mobilität hat sich in der Stadt schon einiges getan“, so Pink und spricht auf den Einsatz des E-Busses und die Ladestationen an. Pink nennt ein Beispiel aus der Partnerstadt Sevré. Dort werde die Anschaffung eines E-Bikes von der Kommune finanzielle gefördert. Ein Ansatz, über den man nachdenken könne.

Ländlichen Raum fördern

Vor allem im ländlichen Raum wolle man in puncto E-Mobilität nachlegen und auf das Thema aufmerksam machen. Das Bewusstsein der Bürger soll geschärft werden. Dazu sollen unter anderem Infoveranstaltungen stattfinden. Wichtig sei auch die Vernetzung der einzelnen Kommunen und Partner. So könne man Möglichkeiten und Defizite aufzeigen. Das am Montag unterzeichnete Eckpunktepapier biete erste Ansätze. „Wir möchten in erster Linie auf die E-Mobilität aufmerksam machen. Ob es für den einzelnen Bürger dann irgendwann Möglichkeiten der finanziellen Förderung gibt, werden die weiteren Planungen und Gespräche zeigen“, so Steinbrügge. 

Eckpunkte zur Förderung der Elektromobilität im Landkreis Wolfenbüttel

  • Bis Ende 2018 stehen im Landkreis Wolfenbüttel mindestens 15 öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung.
  • Bis Ende 2018 sind im Landkreis Wolfenbüttel mindestens sieben Fahrradabstellanlagen an ausgewählten Haltestellen des ÖPNV neu errichtet.
  • Das Radverkehrskonzept des Landkreises Wolfenbüttel aus 2013 ist in 2018 im Hinblick auf die Elektromobilität fortgeschrieben und ergänzt.
  • Die kommunalen Gebietskörperschaften führen in den Jahren 2017 bis 2019 regelmäßig Informationsveranstaltungen zum Thema Elektromobilität durch.
  • Den Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises Wolfenbüttel stehen in den Jahren 2018 bis 2019 zwei Elektroautos für jeweils eine Woche kostenfrei zum Probefahren zur Verfügung.
  • Die kommunalen Gebietskörperschaften im Landkreis Wolfenbüttel streben an, dass sich in ihren Fuhrparks ab 2018 mindestens jeweils ein Elektroauto und ein Elektrofahrrad befinden. Die Anzahl der Elektrofahrzeuge soll kontinuierlich erhöht werden.
  • Im Landkreis Wolfenbüttel bestehen im Jahr 2018 modellhaft für Pflegedienste und Apotheken monetäre Anreize, um diesen Unternehmen die Entscheidung für Elektroautos unter Berücksichtigung der Gesamtnutzungskosten zu erleichtern und damit das Thema Elektromobilität in der Fläche sichtbar zu machen.
  • Im Landkreis Wolfenbüttel sind ab 2018 E-Carsharing-Angebote etabliert und Elektro- Dienstwagen der Kommunalverwaltung möglichst in diese Angebote eingebunden.
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