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Einladung zur Zeitreise in Braunschweig: Alter „Lido“-Schriftzug leuchtet wieder



Braunschweig

Einladung zur Zeitreise: Alter „Lido“-Schriftzug leuchtet wieder

Im Rahmen eines Kunstprojektes wird der Schriftzug des ehemaligen Traditionskinos für ein paar Tage vor der Landessparkasse zu sehen sein.

Der Lido-Schriftzug auf der Okerinsel.
Der Lido-Schriftzug auf der Okerinsel. Foto: Andreas Rudolph

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Braunschweig. Im Rahmen des Pilotprojekts der neuen Braunschweiger Urban Art Gallery GROSS FORM ART hat die Art Braunschweig gGmbH mit Unterstützung der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) den früheren „Lido“-Schriftzug des ehemaligen Filmtheaters im Bunker am Kalenwall konserviert. Für wenige Tage wird er auf der Okerinsel neu erleuchtet. Das berichtet die GROSS FORM ART in einer Pressemitteilung.



Während auf der Fassade des Bunkers am Kalenwall ein Kunstwerk des international bekannten Graffitikünstlers N.O. Madski entsteht, strahlen die großen Letter des „Lido“-Filmtheaters abendlich in neuem Glanze auf. „Jahrzehntelang hing der Schriftzug unbeachtet am Bunker. Nun bot sich durch den Start unserer Urban Art Gallery die Möglichkeit, ihn in diesem Rahmen neu zu inszenieren“, schildert Tim Lemke, Mitinitiator von GROSS FORM ART.

Ein Blick auf das alte Lido
Ein Blick auf das alte Lido Foto: Kultviertel



Der Lido-Schriftzug, er lädt zu einer Zeitreise ein: Jahrzehnte zurück, als Braunschweig mit den zahlreichen Programmkinos ein echtes Mekka für Cineasten war. Das „Lido-Filmtheater“ eröffnete übrigens bereits im Jahr 1957. Das Lichtspielhaus bot 530 Zuschauenden Platz und war durch die besondere Gebäudestruktur des früheren Bunkers eines der wenigen Kinos mit einer Galerie. Bis in die Mitte der 60er Jahre sahen Filmfans hier etwa Western und auch Heimatfilme. Später wurde es in „Broadway“ umbenannt. Heute fungiert das Objekt eher als Discobunker: Die Gastronomien The Lindbergh Palace, 42 Grad Fieber und Flamingo Rosso haben hier ihr zu Hause.

„Der Bunker trägt viel Geschichte in sich“


Auf dem Gelände der Braunschweigischen Landessparkasse, direkt vor dem Alten Bahnhof, gastiert nun für wenige Tage der Lido-Schriftzug. „Tagsüber laden wir Interessierte ein von unserem Gelände aus das künstlerische Schaffen von N.O.Madski zu verfolgen, abends und nachts strahlen uns alle die neu erleuchteten Letter des ehemaligen Filmtheaters an“, freut sich Silvester Plotka, Leiter des Private Banking der BLSK. Die Buchstaben wurden extra für diesen Anlass neu aufbereitet. „Das steht im Grunde genommen für die gemeinsame Entwicklung des Quartiers: Wir haben Respekt vor Traditionen und bewahren sie – gleichwohl entsteht hier viel Raum für Neues.“

Das unterschreibt auch Christiane Nagel, Geschäftsführerin bei der Art Braunschweig gGmbH: „Es ist aufregend, dass GROSS FORM ART nun endlich mit einem Pilotprojekt starten kann. Gleichzeitig ist der ehemalige Bunker natürlich ein besonders spannendes Objekt, das nicht nur wichtiger Teil der Szene im Kultviertel ist, sondern auch viel Geschichte in sich trägt.“

Lido-Schriftzug erstrahlt bis zum Wochenendstart


In den nächsten Tagen wird das Kunstwerk von N.O.Madski auf dem Bunker am Kalenwall fertig gestellt. Der Lido-Schriftzug wird indes durch die Unterstützung der BLSK noch bis zum Start ins Wochenende leuchten: Bis zur Nacht von Freitag auf Samstag werden die Großbuchstaben allabendlich jeweils ab 20 Uhr bis 6 Uhr erleuchten. „Wir freuen uns auf viele Fotos in den sozialen Medien“, strahlt Nagel. Übrigens: Auch im Anschluss wird der Schriftzug der Region erhalten bleiben. „Es ist nicht auszuschließen, dass sie zu späterem Zeitpunkt noch in anderem Rahmen eingesetzt werden“, so Mitinitiator Lemke.


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