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Empfohlen: Kulturvermittlungspreis soll fortgeführt werden

von Max Förster


Verleihung des Preises für Kulturvermittlung 2016. Foto: Jan Borner
Verleihung des Preises für Kulturvermittlung 2016. Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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13.05.2016


Wolfenbüttel. Nach dem Erfolg und der positiven Resonanz schlug die Verwaltung beim jüngsten Ausschuss für Kultur, Tourismus und Städtepartnerschaften vor, den Preis für Kulturvermittlung fortzuführen. Mit einer Gegenstimme sprach sich der Kulturausschuss am Donnerstag für diese Fortsetzung aus.

Den teilnehmenden Bewerbern bot sich innerhalb der Veranstaltung die Gelegenheit, ihre Projekte im Rahmen einer Kulturbörse in den Räumen des Lessingtheaters vorzustellen und miteinander in den Dialog zu treten. Der Zuspruch und das Interesse an der Veranstaltung sowie an der aktiven Präsentation sei groß gewesen. "Die Veranstaltung lief sehr rund und das Projekt hat sich in weiten Teilen bewährt", erklärte Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Lediglich ein paar Änderungen könnten vorgenommen werden. So seien viele Bewerber enttäuscht gewesen, da sie, ob Gewinner oder nicht, mit einem Preis gerechnet hätten, so die Direktorin der Bundesakademie. Hier könne man eventuell nachsteuern und nicht nur Gewinner auszeichnen, sondern zudem auch Nominierte für den Preis auswählen. Eine weitere Idee wäre die Einführung eines Publikumspreises, so Reinwand-Weiss.

Gruppe PIRATEN/FDP: Kosten sollten an anderer Stelle verwendet werden



Werner Heise, Fraktionsvorsitzender der Gruppe der PIRATEN und FDP. Foto: Thorsten Raedlein



Insgesamt umfasste die Planung und Durchführung der Verleihung neben den 6.000 Euro für die Preisgelder 9.944,28 Euro für Jury-Honorare, Reisekosten, Organisation durch die Bundesakademie, Werbung sowie Veranstaltungsnebenkosten am Verleihungstag. Dies seien zu hohe Ausgaben an dieser Stelle, erklärte Werner Heise im Namen der Fraktion der Gruppe der PIRATEN und FDP. "Nichts gegen die Kultur", erklärte er, aber dieses Geld hätte, so Heise, an anderer Stelle besser eingesetzt werden können, um etwas Gutes in dem Bereich zu tun. Elke Wesche von der SPD wies allerdings daraufhin, dass man mit weniger Kosten als erwartet aus dem Projekt herausgegangen sei. Zudem dürfe man nicht die positive Resonanz außer Acht lassen, die dieses "Gemeinsamkeit stiftende Projekt" hervorgebracht hat, so Wesche weiter.

Geringere Kosten bei Fortführung



Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung. Foto: Romy Marschall)



Die Direktorin der Bundesakademie rückte weitere Vorteile des Preises für Kulturvermittlung in den Fokus. Die Gelder, die beispielsweise in die Fachjury geflossen sind, mögen zwar hoch sein, aber man erreicht "eine Multiplikatorenwirkung durch die Jury". Hierbei handelt es sich um Fachleute, die die Erfahrung des Kulturvermittlungspreises im Nachhinein auch nach außen tragen. Zudem würden die Kosten beim nächsten Mal vermutlich geringer ausfallen, da weniger Beratung oder Information nach außen stattfinden müsse, so Reinwand-Weiss.

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