Wolfenbüttel

Enkeltrick: 81-Jährige um Schmuck und Geld betrogen


Dass ältere Menschen von Betrügern angerufen werden, ist leider kein Einzelfall. Symbolfoto: Anke Donner
Dass ältere Menschen von Betrügern angerufen werden, ist leider kein Einzelfall. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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09.03.2017

Wolfenbüttel. Eine 81-jährige Rentnerin aus Wolfenbüttel ist am Mittwoch Opfer des sogenannten "Enkeltricks" geworden. Die Täter erbeuteten Schmuck und Geld in einem im fünfstelligen Bereich liegenden Wert.



Nach ersten Ermittlungen wurde das Opfer am Mittwoch ab 14 Uhr mehrfach von einem Unbekannten angerufen, der sich als Sohn des späteren Opfers ausgab. Dieser gab an, dass er Geld benötige, da er sich gerade bei einem Notar zu einem Hauskauf aufhalten würde. Weiterhin gab er Anweisungen, dass die Rentnerin zur Bank gehen solle und soviel Geld wie möglich holen solle. Das Geld würde dann von einem Boten des Notars abgeholt werden. Zudem sollte sie auch ihren Schmuck an den Boten aushändigen.

Tasächlich holte das spätere Opfer Bargeld von ihrer Bank ab und übergab dieses gegen 17 Uhr zusammen mit ihrem Schmuck an den angekündigten Boten. Doch noch misstrauisch geworden, habe sie dann den Boten bis zur Josef-Müller-Straße verfolgt. Hier habe sie ihn dann aber an einem dort parkenden weißen Lieferwagen aus den Augen verloren. Der Bote wird folgendermaßen beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, zirka 165 cm groß, kurze dunkle Haare, bekleidet mit dunkler Jacke und dunkler Hose, südosteuropäischer Typ. Eine Nachfrage beim tatsächlichen Sohn bestätigte den Verdacht des Opfers. Der Gesamtschaden liegt in einem fünfstelligen Bereich. Hinweise erbittet die Polizei unter 05331 / 933-0.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei nochmals nachfolgende Tipps:



  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.

  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.


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