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Erneuerbare Energien: Kinofilm sorgt in Goslar für Diskussion



Goslar

Erneuerbare Energien: Kinofilm sorgt in Goslar für Diskussion

von Robert Braumann


Podiumsdiskussion über erneuerbare Energien mit Julia Verlinden (Sprecherin für Energiepolitik, Bündnis 90/Die Grünen), Roman Zinchenko (Experte für erneuerbare Energien, „Greencubator“, Ukraine), Andrii Chubyk (Energieexperte aus der Ukraine) sowie Moderatorin Viola von Cramon (ehemalige Bundestagsabgeordnete, Bündnis 90 /Die Grüne). Foto: Max Förster
Podiumsdiskussion über erneuerbare Energien mit Julia Verlinden (Sprecherin für Energiepolitik, Bündnis 90/Die Grünen), Roman Zinchenko (Experte für erneuerbare Energien, „Greencubator“, Ukraine), Andrii Chubyk (Energieexperte aus der Ukraine) sowie Moderatorin Viola von Cramon (ehemalige Bundestagsabgeordnete, Bündnis 90 /Die Grüne). Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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Goslar. Können Deutschland und andere Länder, wie die Ukraine zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgt werden? Der Film "Power to Change - Die Energierebellion" widmet sich dieser Frage. Am Donnerstag wurde er im Goslarer Theater gezeigt - in der anschließenden Diskussion zum Film, stellte sich auch Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik und MdB Bündnis 90/Die Grünen, den Fragen der zahlreichen Gäste.



Der Film beleuchtet die Vorteile einer dezentral organisierten Energiegewinnung - und enthält die Botschaft, dass Deutschland und andere Länder sich selbst zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgen können und somit auch unabhängig von Zulieferern werden. Eine kurze Einführung in das Thema gab Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion. Er unterstrich die Bedeutung eines 100-prozentiges Einsatzes erneuerbarer Energien und erklärte, dass es wichtig sei, mit technologischem Optimismus an die Sache heranzugehen. "Man muss den Mut haben, für etwas einzustehen", betonte er. Dann startete die Debatte.

Podiumsdiskussion


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Julia Verlinden: "Eine dezentrale Energieversorgung ist nur dann erfolgreich aufgebaut werden, wenn die Kohlekraftwerke ausgeschaltet werden". Foto: Max Förster



An der Podiumsdiskussion zum Thema "Innovative Energiekonzepte für Deutschland und die Ukraine" nahmen Roman Zinchenko, Experte für erneuerbare Energien, „Greencubator“, Ukraine und Protagonist aus dem Film, Julia Verlinden, MdB, Sprecherin für Energiepolitik, Bündnis 90/Die Grünen und ebenfalls Protagonistin des Films sowie Andrii Chubyk, Energieexperte aus der Ukraine, teil. Moderiert wurde von Viola von Cramon, ehemalige Bundestagsabgeordnete, Bündnis 90 /Die Grüne. Besonders in der Ukraine wurde in den letzen Jahren deutlich, wie groß die Einschränkungen werden können, wenn man bei der Energieversorgung von anderen Ländern abhängig ist, die einem einfach den Hahn abdrehen können. Debattiert wurde unter anderem über die Bedeutung der europäische Energiepolitik für die Ukraine und Niedersachsen, und innovativen Energiekonzepte in Europa. Auch die Frage, was jeder einzelne von uns tun kann, um die Energiewende zu beschleunigen wurde aufgeworfen. Die mehrheitlich positive Einstellung in der Bevölkerung hin zu den erneuerbaren Energien sei da, erklärte Verlinden. Nur presche die führende Bundesregierung mit ihrer derzeitigen Auffassung dagegen, sagte sie. Diese wolle nämlich, so Verlinden, dass die dezentrale, ökologische Energieversorgung aufhört, da ansonsten die Kohlekraftwerke nicht genug von dem Kuchen abbekämen, dabei kann man es "nur dann erfolgreich aufbauen, wenn die Kohlekraftwerke ausgeschaltet werden", betonte Verlinden.

An folgenden Tagen läuft der Film im Goslarer Theater in den kommenden Wochen: Donnerstag, 02.06.2016 um 17 Uhr, Freitag, 03.06.2016 um 20 Uhr, Sonntag, 05.06.2016 um 15 Uhr.



https://www.youtube.com/watch?v=nsaN6f49PM4


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