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Erneute Feldhamster-Sichtung - Bau wird fortgesetzt

von Nick Wenkel


Dem Landkreis liegt eine erneute Sichtung eines Feldhamsters im Baugebiet am Golfplatz in Kissenbrück vor. Foto: Anke Donner
Dem Landkreis liegt eine erneute Sichtung eines Feldhamsters im Baugebiet am Golfplatz in Kissenbrück vor. Foto: Anke Donner

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19.10.2017

Kissenbrück. Im Bereich „Am Golfplatz II“ in Kissenbrück ist es kürzlich zu einem Baustopp gekommen. Der Grund: Der unter Naturschutz stehende Feldhamster wurde gesichtet und nachgewiesen. Nach langer Untersuchung des Gebiets wurden zwar keine Tiere mehr gefunden, dem Landkreis liegt seit dieser Woche jedoch eine erneute Sichtungsmeldung von Feldhamstern vor.


Der Feldhamster (Cricetus cricetus) gehört zu den nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützten Arten. Tiere dieser Arten dürfe man weder fangen, verletzen oder töten, noch dürften sie während der Fortpflanzungs- Aufzucht- und Überwinterungszeiten erheblich gestört werden. Ihre Fortpflanzungs- oder Ruhestätten dürften nicht aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden. Die Bestände des Feldhamsters seien auch im letzten Jahrzehnt noch deutlich weiter zurückgegangen.

Genehmigung durch Landkreis


Am 11. August 2017 wurden im Bereich des Bebauungsplanesnach Hinweisen aus der Bevölkerung durch einen Fachgutachter Feldhamster nachgewiesen. Um die Tiere zu schützen wurde eine Schutzzone errichtet, es folgte der Baustopp. Doch nun die Entwarnung: Es wurden keine Feldhamster mehr auf dem Gelände gefunden. So erteilte der Landkreis bereits Anfang Oktober die Genehmigung zur Baufortsetzung.

Wieder Feldhamster gesichtet


Wie Cornelia Schilling vom NABU-Wolfenbüttel im Gespräch mit regionalHeute.de erklärt, habe eine Anwohnerin in Kissenbrück auch nach der Entwarnung noch einen Feldhamster im Baugebiet entdecken können. Auch dem Landkreis liegt eine weitere Sichtungsmeldung vor. Wie Landkreis-Sprecher Andree Wilhelm gegenüber regionalHeute.de bestätigt, müsse diesem Hinweis mit Verweis auf den Artenschutz nachgegangen werden. Dazu beauftragt der Landkreis Wolfenbüttel einen Gutachter, der die betreffende Fläche begeht und untersucht.

Ein Ergebnis wird der Unteren Naturschutzbehörde voraussichtlich in der kommenden Woche vorliegen. Erst nach der Auswertung der Begehung durch den Gutachter können weitere Entscheidungen getroffen werden, betont Andree Wilhelm gegenüber regionalHeute.de.

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