Braunschweig

Erreichbarkeit der Innenstadt darf nicht verloren gehen


Die Umgestaltung des Hagenmarktes bleibt ein wichtiges Thema. Archivfoto: Robert Braumann
Die Umgestaltung des Hagenmarktes bleibt ein wichtiges Thema. Archivfoto: Robert Braumann

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17.02.2018

Braunschweig. In einer Pressemitteilung bezieht der Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. (AAI) Stellung im Rahmen der Diskussion um die Umgestaltung des Hagenmarktes. Wir veröffentlichen diese ungekürzt und unkommentiert.



Der Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. (AAI) ist aktiver Dialogpartner in der Diskussion um die Umgestaltung des Hagenmarktes. Der Verein macht sich dabei besonders für die Erreichbarkeit der Braunschweiger Innenstadt stark, damit diese ihrer Rolle als die Einkaufsstadt der Region weiterhin gerecht werden kann. Am Montagabend, 12. Februar, fand auf Einladung der Stadtverwaltung und des Hägener Forums eine Bürgerversammlung zur Umgestaltung des Hagenmarktes statt, der auch Olaf Jaeschke, Vorstandsvorsitzender des AAI, und Bernd Schroers, AAI-Vorstandsmitglied und AG-Sprecher für den AAI-City-Check, folgten. „Die in der Debatte deutlich gewordenen unterschiedlichen Bedürfnisse der Interessengruppen müssen berücksichtigt werden: Aufenthaltsqualität, Stadtgrün und eine vielseitige Platznutzung stehen der Verkehrsplanung mit dem sich kontinuierlich verändernden Mobilitätsverhalten gegenüber. Natürlich darf die St. Katharinen Kirche unter der Umgestaltung nicht noch zusätzlich leiden,“ fasst Olaf Jaeschke die komplexe Situation zusammen.

Einzugsgebiet umfasst über eine Million Besucher


Der Hagenmarkt ist und bleibt weiterhin ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt, bei dem es gilt Fußgänger, Fahrradfahrer, den ÖPNV sowie den motorisierten Individualverkehr zu berücksichtigen. Schroers sagt dazu: „Braunschweig ist eine Stadt der kurzen Wege – auch ohne Auto sind die Innenstadt und die Stadtgebiete gut erreichbar, daher ist die Forderung von Braunschweigerinnen und Braunschweiger, die Casparistraße als Fußgängerzone umzuwidmen, nachvollziehbar. Die Innenstadt zieht allerdings auch viele Gäste aus dem weiteren Umland und Touristen an. Für diese ist die Erreichbarkeit von Innenstädten mit dem Auto ein entscheidender Grund, die jeweilige Stadt zu besuchen.“ Die Attraktivität Braunschweigs belege die Zentralitätskennziffer von 142,8 (Comfort Städtebericht, Juli 2017), die ein Indikator für die Anziehungskraft von Städten sowie der von außen zufließenden Kaufkraft ist. Olaf Jaeschke resümiert: „Die hohe Zentralitätskennziffer bezeugt die Stärke der Einkaufsstadt. Unser Einzugsgebiet umfasst über eine Million Besucher, das ist viermal so viel wie Braunschweig Einwohner hat.“

Der AAI weist darauf hin, dass schnelle Lösungen einem vielschichtigen Entwicklungs- und Planungsprozess entgegenstünden. „Die Einbindung aller Beteiligten und Betroffenen im Rahmen einer professionell vorbereiteten, integrativ gestalteten und offenen Veranstaltung zeigt den Willen der Stadtverwaltung, alle Anforderungen, Wünsche und Notwendigkeiten bei der Entwicklung des Hagenmarktes mitzunehmen“, sagt Jaeschke. In diesen Dialog bringt sich der AAI weiterhin aktiv ein.


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