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Erstaufnahme: 1.200 Menschen kamen an – 800 zogen weiter

von Jan Borner


Seit Beginn der Amtshilfe hat der Landkreis Wolfenbüttel über 1.200 Menschen im Rahmen der Erstaufnahme aufgenommen. Knapp 800 davon sind allerdings bereits weiter gereist. Symbolfoto: Archiv
Seit Beginn der Amtshilfe hat der Landkreis Wolfenbüttel über 1.200 Menschen im Rahmen der Erstaufnahme aufgenommen. Knapp 800 davon sind allerdings bereits weiter gereist. Symbolfoto: Archiv Foto: Jan Borner

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15.02.2016


Wolfenbüttel. Seit Oktober letzten Jahres musste neben anderen Kommunen auch der Landkreis Wolfenbüttel im Rahmen der sogenannten Amtshilfe dem Land bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen helfen. Wie der Landkreis erklärte, soll dies ab dem heutigen Montag nicht mehr nötig sein (regionalHeute.de berichtete). Seit Beginn der Amtshilfe hat der Landkreis Wolfenbüttel über 1.200 Menschen im Rahmen der Erstaufnahme aufgenommen. Knapp 800 davon sind allerdings bereits weiter gereist.

Grund für die Amtshilfe durch die Kommunen war die deutliche Überlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen. Seit Oktober 2015 halfen die Kommunen in Niedersachsen deshalb bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, wurden innerhalb kürzester Zeit neue Gemeinschaftsunterkünfte im Kreisgebiet geschaffen. Dazu gehören die Notunterkünfte in der ehemaligen Strümpell-Schule und der ehemaligen Realschule in Schöppenstedt, wie auch das Jugendgästehauses in Wolfenbüttel. Insgesamt 1.244 Personen (Stand: 8. Februar) hat der Landkreis Wolfenbüttel im Rahmen der Amtshilfe aufgenommen. 796 davon sind aber bereits weiter gereist, weil sie andere Ziele innerhalb Deutschlands oder Europa hatten. 48 weitere Menschen seien zudem durch die Landesaufnahmebehörde wieder in andere Kommunen verteilt worden, berichtet die Kreisverwaltung. Tatsächlich im Landkreis geblieben sind also 400 Personen, von denen 175 in der Stadt Wolfenbüttel und 215 in den kreisangehörigen Gemeinden (inklusive der beiden Notunterkünfte in Schöppenstedt) untergebracht sind.

Notunterkünfte sollen weiterhin als Gemeinschaftsunterkünfte genutzt werden


Wie Landrätin Christiana Steinbrügge betonte, sollen die Notunterkünfte in Schöppenstedt auch weiterhin als Gemeinschaftsunterkünfte für geflohene Menschen genutzt werden, auch wenn zurzeit lediglich 31 Personen dort untergebracht sind. Im Falle eines akuten Wohnungsmangels könne der Landkreis so noch Platz vorhalten, damit zugewiesene Flüchtlinge zwischenzeitlich dort unterkommen können. Außerdem, so die Landrätin, könne es schließlich auch sein, dass das Land in ein paar Monaten seine Meinung wieder ändere und die Amtshilfe bei der Erstaufnahme durch die Kommunen doch wieder gebraucht werde. Die Landrätin erklärte, dass das Land die Ansage gemacht habe, die Kosten, die im Zuge der Amtshilfe zur Erstaufnahme entstanden sind, vollumfänglich zu erstatten.


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