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Etliche Hühner sterben bei Inferno in Lutter - Feuerwehr im Großeinsatz



Goslar

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Etliche Hühner sterben bei Inferno in Lutter - Feuerwehr im Großeinsatz

Der rund 750 Quadratmeter große Hühnerstall stand bereits bei Eintreffen der Feuerwehr meterhoch in Flammen. 120 Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer seit Stunden.

von Marvin König


Die Feuerwehr hatte gegen ein Flammenmeer anzukämpfen. Foto: Die Videomanufaktur

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Goslar. In einem Geflügelzuchtbetrieb in Lutter am Barenberge ist am frühen Morgen gegen 6 Uhr ein Großbrand ausgebrochen. Neben der Bewältigung großer Schwierigkeiten bei der Löschwasserversorgung vor Ort und der Sicherung eines am Gebäude anliegenden Gastanks, gelang es den rund 120 Einsatzkräften vor Ort mehrere dutzend Hühner in Sicherheit zu bringen. Ersten Informationen zufolge seien jedoch etliche Tiere in den Flammen verendet. Eine Person sei nach Angaben der Feuerwehr leicht verletzt worden.



Wie Marius Rademacher-Ungrad vom Kreisfeuerwehr-Presseteam berichtet, seien die Brandschützer um kurz nach sechs mit dem Einsatzstichwort "F3" (Großes Gebäudefeuer) an die abgelegene Geflügelzuchtanlage nahe der B82 alarmiert worden. "Schon nach kurzer Zeit war klar, das wird eine größere Sache", berichtet Rademacher-Ungrad. Der rund 750 Quadratmeter große und vorwiegend aus Holz bestehende Hühnerstall habe bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits "metergroß" in Flammen gestanden, weswegen weitere Kräfte nachalarmiert wurden. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte jedoch keine ausreichende Löschwasserversorgung vor, weswegen die Wasserversorgung zunächst mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr sichergestellt worden sei. "Wir sind mit den Fahrzeugen hin- und hergefahren für die Wasserversorgung. Parallel haben wir 1.600 Meter Schlauchleitung zu nahegelegenen Löschwasserbrunnen aufgebaut", berichtet Rademacher-Ungrad weiter.

Gastank bereitet Schwierigkeiten


Eine weitere Herausforderung sei ein am Gebäude gelegener großer Gastank gewesen, dessen Havarie auch ein Wohnhaus auf dem Gelände bedroht hätte. "Eine kleine Versorgungsgasleitung war bereits geborsten aufgrund der Brandentwicklung", schildert der Pressesprecher. Mit einer Riegelstellung sei es gelungen, den Gastank zu sichern. "Da konnte alles gerettet werden. Die Nachlöscharbeiten laufen jetzt, das große Flammenbild ist jetzt abgelöscht", berichtet Rademacher-Ungrad nach rund viereinhalb Stunden Einsatz. Es sei jedoch noch nicht vorbei: "Das wird langwieriger Einsatz. Die Holzstallung muss einzeln abgetragen werden, um an die letzten Glutnester heranzukommen."

Unklare Anzahl Tiere verendet


Unklar sei derzeit noch, wie viele Tiere in den Flammen ums Leben gekommen sind. "Es haben nicht alle überlebt. Wir konnten aber bislang auch noch nicht rein. Das Gebäudeinnere ist stark Einsturzgefährdet und wird gerade mit Baggern eingerissen." Einige dutzend Tiere konnten durch die Einsatzkräfte jedoch wohlbehalten in Sicherheit gebracht werden. Zur genauen Schadensfeststellung sei das Veterinäramt angefordert worden. Des Weiteren gelte eine Person als leicht verletzt. Es bestehe der Verdacht einer Rauchgasvergiftung.


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