FDP-Stadtverband diskutiert zukünftige Ausrichtung




Wolfenbüttel. Völlige Übereinstimmung gab es bei der Versammlung des Stadtverbandes der Wolfenbütteler Freien Demokratischen Partei (FDP) nur bei den turnusmäßigen Wahlen: Pierre Balder als Vorsitzender, Werner Schröder und Gunda Reichenbach als Stellvertreter, Christiane Hunke als Schatzmeisterin, Luisa Alpers als Schriftführerin, Maurice Lagershausen als Internetbeauftrager sowie Rudolf Ordon als Pressesprecher wurden alle ohne Gegenstimmen in ihre Ämter gewählt. Mit Luisa Alpers und Maurice Lagershausen übernahmen zwei junge Parteimitglieder erstmals Vorstandsaufgaben.

Unterschiedliche Auffassungen wurden deutlich, als es um die Konsequenzen ging, die aus dem desaströsen Ausgang der Bundestagswahlen 2013 zu ziehen sind. Die Wahlniederlage, und darin war sich die Versammlung einig, ist sowohl auf das Wahlprogramm als auch auf das nicht überzeugende Führungspersonal der Partei zurückzuführen. Hier muss die Partei einen grundsätzlichen Neuaufbau vollziehen. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, inwieweit der Staat für seine Bürger Fürsorger/Bevormunder sein soll oder ob die Eigenverantwortung der einzelnen Bürger möglichst weit zu fassen ist. Einig waren sich die Teilnehmer dann wieder bei der Bewertung der derzeitigen Großen Koalition. Obwohl sie keinen guten Start hingelegt hat und viele Wähler eine liberale Partei vermissen, kann die FDP hieraus auf Bundesebene bislang kein Kapital schlagen. Christian Lindner als neuer Parteivorsitzender muss ein anderes Rollenverständnis als seine Vorgänger leben und mehr auf eine Führungsmannschaft setzen. Die Wolfenbütteler Liberalen erwarten von ihrer neuen Parteiführung, dass sie eine fällige programmatische Neuausrichtung mit persönlicher Glaubwürdigkeit verknüpft.

Den Grundstein hierfür wollen die Wolfenbütteler Freien Demokraten in der Kommunalpolitik in Stadt und Kreis legen, wo sie sich auch weiterhin nicht von Interessengruppen instrumentalisieren lassen wollen, sondern Sachfragen in den Vordergrund stellen werden, die sich an dem vorhandenen finanziellen Spielraum orientieren.


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