Wolfenbüttel

Ficosa Geschäftsleitung reagiert nach Streik


Warnstreik bei Ficosa Foto: Werner Heise
Warnstreik bei Ficosa Foto: Werner Heise Foto: Werner Heise

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09.11.2016

Wolfenbüttel. Am Werksgelände von Ficosa fand am Dienstag auf Initiative der IG Metall ein zweistündiger Streik statt. Aus Sicht der Geschäftsleitung stellt diese Maßnahme eine unverhältnismäßige Reaktion auf die derzeitigen Gespräche und Verhandlungen dar.



"Das Verständnis füreinander, weiterhin gemeinsam über eine nachhaltige Lösung für alle Beteiligten im Sinne der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes in Wolfenbüttel zu finden, ist aus Sicht von Ficosa massiv gestört worden", kommentiert Jörn Klingemann, Geschäftsführer der Ficosa International GmbH, den Streik der IG Metall. "Wir wollen für alle unsere Mitarbeiter, ob in der Gewerkschaft oder nicht, einen gerechten Lohn für ihre Leistungen und zudem für alle Parteien passende Arbeitszeiten anbieten. Jedoch müssen wir zugleich der aktuellen wirtschaftlichen Situation, besonders als Systemlieferant der Nutzfahrzeug- und Automobilindustrie, Rechnung tragen und zurückhaltend agieren, um den Standort in Wolfenbüttel mit seiner derzeitigen Wettbewerbsfähigkeit effektiv und langfristig zu sichern."

Vom Tarifpartner IG Metall erwarte die Geschäftsleitung der Ficosa International GmbH daher jetzt konstruktive und realistische Lösungsansätze für ihre Beschäftigen in Wolfenbüttel. Ziel könne es dabei nicht sein, einen bestehenden Flächentarifvertrag, der allgemein für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie von der IG Metall erstellt wurde und die pauschale Forderung nach mehr Lohn und weniger Arbeitszeit lediglich wiederholt, ohne Berücksichtigung individueller Unternehmensaspekte für Ficosa in Wolfenbüttel geltend zu machen.

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