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Gegen den Substanzverlust: Grüne wollen Bäume wiederhaben


Dr. Rainer Mühlnickel, Vorsitzender des Grünflächenausschusses. Foto: Bündnis 90/Die Grünen Symbolfoto Wald: Robert Braumann
Dr. Rainer Mühlnickel, Vorsitzender des Grünflächenausschusses. Foto: Bündnis 90/Die Grünen Symbolfoto Wald: Robert Braumann

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26.05.2017

Braunschweig. Mit einem Antrag zur Ratssitzung am 20. Juni will die Grüne Fraktion im Rat der Stadt dafür sorgen, dass rund 800 Bäume, die in Folge der Haushaltskonsolidierung von 2002 nicht nachgepflanzt wurden, nun ersetzt werden. Damit soll der nächste Schritt hin zu einer besseren Grünpflege getan werden.


„Wir haben in den vergangenen Monaten wiederholt nachgefragt, welche Auswirkungen die Konsolidierungsbeschlüsse von 2002 auf die Grünflächen in der Stadt hatten. Und wir wollen nicht länger hinnehmen, dass Bäume, die durch Stürme umgestürzt oder vom Fachbereich Stadtgrün gefällt worden sind, nicht ersetzt werden“, erklärt dazu der Fraktions- und Ausschussvorsitzende Dr. Rainer Mühlnickel. Offensichtlich sei hier mittlerweile ein ganz erheblicher Substanzverlust eingetreten. Obwohl das Thema mehrfach in den Bezirksräten diskutiert worden sei, sei das Ausmaß bisher wenig bekannt gewesen. Es sei deshalb nur folgerichtig, dass die CDU-Fraktion (laut aktueller Berichterstattung) ihren damaligen Fehler jetzt ausbügeln wolle.

Schwerpunkt auf Ausweitung des Stadtgrüns


„Wir setzen unseren Schwerpunkt allerdings auf den Erhalt und die Ausweitung des Grüns in der Stadt. Damit unterscheiden wir uns von denen, die immer von Grün(flächen)pflege reden, tatsächlich aber die Beseitigung von Pflanzen (Wildkräutern) auf befestigten Plätzen und Wegen meinen“, so Rainer Mühlnickel weiter. Notwendig sei deshalb nicht nur die Aufhebung des Konsolidierungsbeschlusses von 2002, in 22 Ortsteilen und vier Gewerbegebieten die Pflege der Pflanzen praktisch einzustellen und zerstörte Bäume nicht zu ersetzen. Vielmehr müsse auch ein Konzept her, wie die 800 verlorenen Bäume nun neu angepflanzt werden sollen. Die Grünen wollen, dass in fünf Jahren diese Bäume wieder stehen und mit ihren Blüten und Blättern das Bild der Stadt bereichern.


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