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Glasfaserausbau für schnelles Internet: Nicht nur Schulen sollen profitieren

Die Grundschule in Hohenassel ist eine von 520 Adressen, die bis 2021 mit in das Breitbandnetz aufgenommen werden. Auch 397 Privathaushalte, 18 Schulen und 105 Gewerbeadressen werden an das landkreiseigene schnelle Glasfasernetz angeschlossen.

Das Breitbandnetz im Landkreis Wolfenbüttel wird erweitert. In der Grundschule Hohenassel wurde der symbolische Baubeginn gemacht durch (v.l.n.r.): Thomas Heitmann (Geschäftsführer htp GmbH), Klaus Kubitschke (Bürgermeister Samtgemeinde Baddeckenstedt), Landrätin Christiana Steinbrügge, Michael Kiesewetter (Vorstandsvorsitzender NBank), Landtagsabgeordneter Marcus Bosse, Bernd Brandes (Bürgermeister Gemeinde Burgdorf) und Peter Scheer (Leiter Breitbandbetrieb im Landkreis Wolfenbüttel).
Das Breitbandnetz im Landkreis Wolfenbüttel wird erweitert. In der Grundschule Hohenassel wurde der symbolische Baubeginn gemacht durch (v.l.n.r.): Thomas Heitmann (Geschäftsführer htp GmbH), Klaus Kubitschke (Bürgermeister Samtgemeinde Baddeckenstedt), Landrätin Christiana Steinbrügge, Michael Kiesewetter (Vorstandsvorsitzender NBank), Landtagsabgeordneter Marcus Bosse, Bernd Brandes (Bürgermeister Gemeinde Burgdorf) und Peter Scheer (Leiter Breitbandbetrieb im Landkreis Wolfenbüttel). Foto: Landkreis Wolfenbüttel

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23.10.2020

Baddeckenstedt. Die Grundschule Hohenassel in der Gemeinde Burgdorf wird an das schnelle Glasfasernetz des Landkreises Wolfenbüttel angeschlossen. Die Grundschule ist damit eine von 520 Adressen, die bis 2021 mit in das Breitbandnetz aufgenommen werden. Auch 397 Privathaushalte, 18 Schulen und 105 Gewerbeadressen werden an das landkreiseigene schnelle Glasfasernetz angeschlossen. Fördergelder des Bundes und Landes ermöglichen es dem Landkreis, das Netz für das schnelle Internet zu verdichten. Der symbolische Ausbaubeginn erfolgte am heutigen Freitag durch Landrätin Christiana Steinbrügge, den Burgdorfer Bürgermeister Bernd Brandes, den Samtgemeindebürgermeister Klaus Kubitschke, den Vorstandsvorsitzenden der NBank Michael Kiesewetter und htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann. Dies teilt der Landkreis Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.



Weit über 300 Adressen würden dabei das Glasfaserkabel direkt in das Gebäude verlegt (Fiber to the Building, FTTB) erhalten, da sie sich während einer Interessensabfrage bereits für einen Vertrag entschieden hätten. Die anderen Adressen würden über eine „homes-passed“-Verlegung versorgt werden und könnten bei Bedarf einen Anschluss von der Glasfaserleitung an der Straße ins Haus erhalten. Der Ausbau erfolge in den Bereichen Nord (nördlich der Asse), Süd (südlich der Asse) und West (Samtgemeinde Baddeckenstedt).

„Der Ausbau unseres Breitbandnetzes ist das wichtigste Infrastrukturprojekt des Landkreises. Digitalisierung schafft Zukunft im ländlichen Raum und ist Voraussetzung für zeitgemäßes Lernen, für erfolgreiche Unternehmen und Selbstständige und für Menschen, die hier wohnen oder die es hierherzieht“, erläuterte Landrätin Christiana Steinbrügge die Bedeutung des Projekts. Mit dem Ausbau würden die „weißen Flecken“ im Breitbandnetz des Landkreises verschwinden. Dort wären nur Internetgeschwindigkeiten bis zu 30 Mbit/s oder weniger möglich. Nach dem Ausbau würden es mindestens 100 Mbit/s im Download sein. Das Ziel sei die Versorgung mit schnellem Internet, bei Bedarf auch mit hohen symmetrischen Bandbreiten (größer als 1 GBit/s). Der Landkreis Wolfenbüttel schließe mit der Nachverdichtung entlegene Gebäude mit Glasfaser an, die aus wirtschaftlichen Gründen für private Anbieter uninteressant seien.

Fördermittel von Bund und Land


„Die Kosten der Gesamtinvestition liegen bei etwa 10 Millionen Euro. 2,5 Millionen Euro stellt das Land Niedersachsen über die NBank zur Verfügung. Wir von der NBank setzen dies aber nicht nur operativ um, sondern bringen unsere Expertise ein, die wir aus vielen ähnlichen Projekten in Niedersachsen gewonnen haben“, so Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank. Für die Nachverdichtung habe der Landkreis Wolfenbüttel Fördermittel des Bundes (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur über die atene KOM GmbH) und des Landes (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die NBank) erhalten.

Im Herbst 2012 habe der Kreistag in Wolfenbüttel den flächendeckenden Breitbandausbau beschlossen. Bis Mitte 2014 habe der Landkreis ein rund 320 Kilometer umfassendes Netz gebaut und Glasfaser bis in die Orte verlegt. Dadurch stünden bereits heute in weiten Teilen des Landkreises Bandbreiten über 50 Mbit/s zur Verfügung. Der Landkreis Wolfenbüttel sei Eigentümer des Netzes. Als Partner habe das Telekommunikationsunternehmen htp GmbH aus Hannover gewonnen werden können, an die das Netz vermietet wurde. htp habe die Technik aufgerüstet, betreibe das Netz und stelle die Telefonie- und Internetdienstleistungen zur Verfügung. Das Netz stehe auch anderen Telekommunikationsunternehmen offen.

“Mit der Verlegung der Glasfaser bis in die Orte hat der Landkreis schon früh die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau geschaffen. Im nächsten Schritt muss nun die Verlegung der Glasfaser bis in die Gebäude erfolgen. Denn Glasfaser setzt sowohl hinsichtlich der Leitungsqualität als auch der nahezu unbegrenzten Bandbreiten völlig neue Maßstäbe“, sagt htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann.

In Zukunft möchte der Landkreis Wolfenbüttel alle Gebäude im Kreisgebiet mit dem Glasfaserausbau erschließen. Dazu bedürfe es auch der Unterstützung durch eine neue Förderrichtlinie des Bundes und des Landes Niedersachsen, die voraussichtlich in 2021 veröffentlicht werden wird. Das Ziel der Bundes- und Landespolitik sei die Versorgung aller Haushalte bis zum Jahr 2025 mit Gigabitgeschwindigkeiten über Glasfasertechnik.


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