Goslarer Kaiserring geht an die Künstlerin Barbara Kruger

4. Januar 2019
Foto: Barbara Kruger Untitled (You are a very special person), 1995 Collage 13,6 x 19,1 cm. 31 x 35 cm (framed) Courtesy Sprüth Magers
Goslar. Barbara Kruger erhält den Goslarer Kaiserring des Jahres 2019, einen der renommiertesten Kunstpreise der Gegenwart. Das gab Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk am heutigen Freitag beim traditionellen Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekannt. Das teilt die Stadt Goslar mit.

Die in Los Angeles und New York lebende Konzeptkünstlerin ist bekannt für ihre unverwechselbare Bildsprache mit provokanten Aussagen zu Macht, Konsum, Sexualität und Ideologie. „Ich möchte mich gern bei allen Bürgern von Goslar und der Jury für diese große Ehre bedanken. Ich bin sehr gerührt, dass Sie mich als Trägerin des hochrangigen Kaiserrings ausgewählt haben und ich zum Kreis all dieser großartigen Künstler und Kollegen dazu gehören werde“, äußerte sich Kruger. Barbara Kruger wird den Kaiserring am 21. September 2019 in Goslar entgegen nehmen.

In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury: „Seit über 40 Jahren untersucht die amerikanische Konzeptkünstlerin Barbara Kruger in großformatigen Bildern, Installationen, Videos sowie mit Werken im öffentlichen Raum die komplexen Zusammenhänge zwischen Macht und Gesellschaft. Ihre Arbeiten verstehen sich als kritische Interventionen, mit denen sie die Abgründe des kapitalistischen Systems und die trügerischen Verlockungen des Konsums aufdeckt. Sie gehört zur ersten Generation feministischer Künstlerinnen, die in den 1980er Jahren weltweit Beachtung fanden, und sie genießt bis heute große internationale Anerkennung.“

Zur Person:

Barbara Kruger, geboren 1945 in Newark, lebt und arbeitet in Los Angeles und New York. Im Rahmen der 51. Biennale di Venezia (2005) wurde sie mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. 2020 widmet das Art Institute of Chicago der Künstlerin eine große Einzelausstellung.

Zuletzt fanden Einzelpräsentationen ihrer Arbeiten in den folgenden Institutionen statt: Museum of Contemporary Art, Los Angeles (2018), Laxart, Los Angeles (2018), Sprüth Mag- ers, Berlin (2017), National Gallery of Art, Washington (2016), Modern Art Oxford (2014), Kunsthaus Bregenz (2013), Pinakothek der Moderne, München (2011), Schirn Kunsthalle Frankfurt (2010), Gallery of Modern Art, Glasgow (2005), Whitney Museum of American Art, New York (2000), Museum of Contemporary Art, Los Angeles (1999), Serpentine Gallery, London (1994), Musée d’art contemporain de Montreal (1985), Kunsthalle Basel (1984). Darüber hinaus war sie in zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten, u.a. im Hammer Mu- seum, Los Angeles (2004, 2014, 2018), Performa, New York und Palazzo delle Zattere, Venedig (2017), Biennale of Sydney (2014), Museum Ludwig, Köln (2013), Stedelijk Museum, Amsterdam (2010, 2017), Museum of Modern Art, New York (2007, 2009, 2010), Palazzo Grassi, Venedig (2006), Museum of Contemporary Art Chicago (2004), Tate Liverpool (2002), Centre Pompidou, Paris (1988) sowie dem Solomon R. Guggenheim Museum, New Vork (1987).

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