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"Großeltern auf Zeit" bringt ältere Menschen und Kinder zusammen



Wolfenbüttel

"Großeltern auf Zeit" bringt ältere Menschen und Kinder zusammen

von Max Förster


Anette Müller-Damrath (Leiterin Seniorenservicebüro), Heidrun Ripke (EFB), Sabine Görlitzer-Toewe (EFB) und Sandra Schneider (vom Familien- und Kinder-Service-Büro). Foto: Max Förster
Anette Müller-Damrath (Leiterin Seniorenservicebüro), Heidrun Ripke (EFB), Sabine Görlitzer-Toewe (EFB) und Sandra Schneider (vom Familien- und Kinder-Service-Büro). Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Mit "Großeltern auf Zeit" startet die Evangelische Familienbildungsstätte (EFB) zusammen mit dem Familien- und Kinder-Service-Büro und dem Seniorenservicebüro ein Projekt, das ältere Menschen und Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren zusammenbringt.

In vielen Familien sei es der Fall, dass zum Beispiel aufgrund der Entfernung der regelmäßige Kontakt zwischen den Enkeln und den Großeltern fehle, erklärt Anette Müller-Damrath, Leiterin des Seniorenservicebüro. Mit "Großeltern auf Zeit" wolle man interessierten Familien mit deren Kindern und älteren Menschen ab 55 Jahren die Möglichkeit bieten, miteinander in Kontakt zu treten. Die Familien und die Großeltern können dann in familiärer Atmosphäre ihre Beziehung gestalten. Ziel dieses Projektes, das zunächst bis Ende des Jahres läuft, ist es also "Kindern und älteren Menschen eine Plattform zu bieten, um sich kennenzulernen", betonte Sabine Schneider vom Familien- und Kinder-Service-Büro. Das Projekt solle allerdings nicht als Betreuungskonzept verstanden werden, erklärte Heidrun Ripke vom EFB, sondern soll den Beteiligten ermöglichen, eine wertvolle Zeit miteinander zu verbringen. Hier könne jeder von jedem profitieren, so Anette Müller-Damrath. Den Großeltern bringt es Freude und Anerkennung, wenn sie Geschichten und Erfahrungen an die Kinder weitertragen. Die Kinder haben Spaß und eine weitere Bezugsperson und die Eltern können zum Teil entlastet werden. Begleitet wird das Projekt auch von zwei Studenten der Sozialen Arbeit an der Ostfalia Hochschule. Sie werden das Projekt begleiten, ehrenamtliche Senioren akquirieren und das Projekt evaluieren.

Anmeldung


Wer Interesse daran hat, Teil des Projektes zu sein, könne sich einfach über einen kleinen Anmeldebogen anmelden. Diese sind auf Flyern zu finden, die ab morgen in der EFB, im Seniorenservicebüro, im Familien- und Kinder-Service-Büro oder aber auch im Klinikum oder in der Bücherei verteilt werden. Auch beim Infostand der Stadt Wolfenbüttel am Samstag, 20. Februar, werden die Flyer ausliegen, verriet Thorsten Raedlein, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wolfenbüttel. Dieser Anmeldebogen wird dann ausgefüllt an die EFB geschickt.

Wie geht es nach der Anmeldung weiter?


Ist die Teilnahme bestätigt finden zunächst Schulungen statt, die beispielsweise Aufschluss über die Aufgaben von Großeltern geben oder über die kindliche Entwicklung sowie die Trends in der Kindererziehung informieren. Diese Kurse finden dann in den Räumlichkeiten der EFB statt. Für die Schulungen sowie die Organisation und Beratung ist Sabine Görlitzer-Toewe von der EFB zuständig. Sie führt dann unter anderem auch Gespräche mit den Beteiligten. "Die Grundlagen schaffen wir", so Sabine Schneider. Nach sechs Wochen Probezeit können die Eltern, Kindern und Senioren allerdings entscheiden, ob es passt oder nicht. Die Schulungen finden voraussichtlich an folgenden Terminen statt:

  • 12. März von 9 bis 12 Uhr. Thema: Altersbilder, Aufgabe der Großeltern, Ehrenamt

  • 17. März von 16 bis 20 Uhr. Thema: Grundlagen der kindlichen Entwicklung, Trends in der Kindererziehung

  • 2. April von 9 bis 12 Uhr. Thema: Bindung, Kinderschutz

  • 6. April von 16 bis 20 Uhr. Thema: Lebensräume von Kindern

  • 5./12./19/ oder 26. April von 18 bis 20 Uhr. Thema: Erste Hilfe bei Kindernotfällen


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