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Grüne fordern Verkehrskonzept für Querum

von Marian Hackert


Die Kreuzung Bevenroder Straße/ Essener Straße. Archivfoto: Robert Braumann
Die Kreuzung Bevenroder Straße/ Essener Straße. Archivfoto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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07.12.2017

Braunschweig. Die Situation für Radfahrer und Fußgänger an der Bevenroder Straße ist laut Auffassung der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sehr gefährlich. Ein neues Verkehrskonzeption für den Stadtteil Querum sei dringend notwendig. In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses wurde daher ein entsprechender Antrag eingebracht.


Der Radverkehr wird offiziell auf der Straße geführt, der schon für den Fußverkehr zu schmale Bürgersteig ist für Radfahrer freigegeben. In den vergangenen Jahren habe der Autoverkehr auf der Bevenroder Straße stark zugenommen und er wird noch weiter zunehmen, wenn die neuen Baugebiete im Holzmoor und an der Dibbesdorfer Straße fertiggestellt sind, heißt es im Antrag der Grünen-Ratsfraktion. Der Anschluss dieser Baugebiete an die Bevenroder Straße sei schwierig und erhöhe die Gefahren auf dieser Straße. Diese Gefahren bestehen auch für die Schulkinder der Grundschule und der Integrierten Gesamtschule in Querum, deren täglicher Schulweg die Bevenroder Straße ist. Problematisch seien schon heute die Einmündungen der Querumer Straße, der Straße Im Holzmoor, des Hungerkamps und der Dibbesdorfer Straße. Aber nicht nur in diesem (südlichen) Bereich von Querum, sondern auch im Bereich zwischen der Essener Straße und der nördlichen Ortsausfahrt gebe es laut Meinung der Grünen eine gefährliche Verkehrsführung. Durch die eng an die Straße gebauten Häuser bleibe kein Platz für eine getrennte Verkehrsführung. Der zu schmale Fußweg werde zugeparkt, Radfahrer würden zudem mit viel zu geringem Seitenabstand und in unübersichtlichen Kurven von den vielen Autos überholt und gefährdet.

Neues Verkehrskonzept muss her


Dr. Rainer Mühlnickel (Fraktionsvorsitzender und planungspolitischer Sprecher) erläutert die Zielsetzung des Verkehrskonzepts: „Mit dieser Verkehrskonzeption soll insbesondere der Radverkehr sicher und zügig geführt werden. Fußgänger sollen ungehindert durch parkende Fahrzeuge und ungefährdet von Radfahrer auf dem Fußweg spazieren können. Zur Verstetigung und zur Verlangsamung des Autoverkehrs erscheint der Bau von kleinen Kreisverkehrsanlagen an den wichtigen Einmündungen sinnvoll. Angesichts der bevorstehenden Neubauten im Holzmoor und an der Dibbesdorfer Straße ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Konzept zu erstellen. Dabei sollte nicht nur die Anbindung der Baugebiete, sondern die gesamte Verkehrsführung in Querum auf den Prüfstand gestellt und neu gestaltet werden.

Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang auch die Gestaltung des straßenbegleitenden Grüns. Aktuell wirkt die Bevenroder Straße sehr ungepflegt, weil umgestürzte und beseitigte Bäume nicht nachgepflanzt wurden. Wenn es keine Gesamtlösung für diesen Bereich gibt, wird der Alleecharakter der Straße langsam aber sicher verschwinden. Auffallend ist auch, dass altertümlich anmutende Strommasten auf den Fußwegen stehen und wenig bis gar keine Grünflächengestaltung vorhanden ist. So darf es dort auf keinen Fall bleiben, daher unser Vorstoß!“

Eine Entscheidung zum Konzept fällt dann in derSitzung des Verwaltungsausschusses am 12. Dezember.


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