Wolfenbüttel

HAB-Abendvortrag: "Der Fürst als Sammler und Dilettant"



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02.10.2014


Wolfenbüttel. Christina Kuhli (Universität Freiburg) hält anlässlich der Tagung „Fürst und Fürstin als Künstler“ am Donnerstag, 9. Oktober 2014, um 19.00 Uhr in der Augusteerhalle der Bibliotheca Augusta einen öffentlichen Abendvortrag zum Thema „Zwischen Staatstugend und interesselosem Wohlgefallen. Der Fürst als Sammler und Dilettant“.

Welchen Stellenwert hat die Kunst für den Fürsten – ist sie Privatvergnügen zur Erholung oder lehrt sie etwas, das für seine Herrschaft nützlich sein kann? Wieso sammeln Fürsten Kunst? Welche unterschiedlichen Qualitäten der Kunstförderung und ihrer Ausübung zugeschrieben werden konnten, sollen in dem Vortrag mit Blick auf die Voraussetzungen erörtert werden, die es dem Herrscher ermöglichten, sich als Dilettant zu betätigen und als solcher aufzutreten. Die Aufwertung der Künste und des sozialen Status’ des Künstlers und die Wertschätzung von Kunst spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Beurteilung des Nutzens der Künste aus zeitgenössischer Perspektive. Anhand ausgewählter Protagonisten sollen die Möglichkeiten aufgezeigt werden, die sich für den Fürsten durch Kennerschaft und Kunstbesitz in der durch Status und Repräsentationssystemen bestimmten Adelsgesellschaft eröffnen.

Dr. Christina Kuhli studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Frankfurt am Main und ist seit 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Projekt „Der Kunstheld – ein Modell herrscherlicher Heroisierung im 17. Jahrhundert“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Kunsttheorie und Quellenkunde des 15.-17. Jahrhunderts, die Gattung Porträt in der Frühen Neuzeit und die Barockmalerei Deutschland.

Eintritt: frei!
Weitere Informationen unter : www.hab.de und Tel.: 05331/808-214


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