Harzburger Hof angezündet: Brandstifter bekommt Jugendstrafe

13. Juni 2018 von
Der 18-Jährige soll im Juli 2016 den Harzburger Hof angezündet haben. Foto: Anke Donner
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Bad Harzburg. Am heutigen Mittwoch fiel am Braunschweiger Landgericht das Urteil gegen den 18-Jährigen, der im Juli 2016 für das Großfeuer am Harzburger Hof verantwortlich sein soll. Der damals 16-Jährige wurde demnach zu einer vierjährigen Jugendstrafe verurteilt. Dies bestätigte Maike Block-Cavallaro, Pressesprecherin des Landgerichts, gegenüber regionalHeute.de.

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Die vierjährige Freiheitsstrafe sei dabei auch auf andere Taten des 18-Jährigen zurückzuführen. So zeigte er sich bereits vor dem Brand des Harzburger Hofes für zwei Feuer und ein Gemeinschaftsverbrechen verantwortlich.

Hintergrund:

Am 17. Juli 2016 – im Alter von 16 Jahren – soll er auf dem Gelände einer Schule in Bad Harzburg mehrere Papier- und Abfallcontainer unter Zuhilfenahme von Brandbeschleuniger angezündet haben. Dabei seien die gesamten Container zerstört worden und es sei ein Sachschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro entstanden.

In den Morgenstunden des 17. Juli sei er auf das Gelände eines leerstehenden ehemaligen Hotels gegangen und habe im Gebäude befindliche Matratzen mit Brandmittel entzündet. Infolgedessen sei ein Großfeuer entstanden. Der Wiederherstellungswert der brandbetroffenen Bereiche in dem Gebäude belaufe sich auf etwa 400.000 Euro. Auch im benachbarten Sachsen-Anhalt soll der Angeklagte am 14. September in Stapelburg mehrere Heuballen mittels einer brand- beschleunigenden Substanz in Brand gesetzt haben. Der durch den Brand entstandene Sachschaden betrage rund 3.000 Euro.

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