Wolfenbüttel

Heid antwortet auf Röpkes Frage: „…wo ist Ihr Respekt?“


Der Wortwechsel zwischen Klaus-Dieter Heid und Florian Röpke geht in die nächste Runde. Fotos: AfD/Stadt Wolfenbüttel
Der Wortwechsel zwischen Klaus-Dieter Heid und Florian Röpke geht in die nächste Runde. Fotos: AfD/Stadt Wolfenbüttel

Artikel teilen per:

19.10.2017

Wolfenbüttel. Gestern hatte Klaus-Dieter Heid, Vorsitzender des Verwaltungsrates Eigenbetrieb Bildungszentrum in einem offenen Brief mehr Respekt im Umgang untereinander eingefordert. Daraufhin meldete sich Ratsherr Florian Röpke mit einem Leserbrief und fragte seinerseits „Herr Heid, wo ist eigentlich Ihr Respekt?“ Hier nun wiederum die Antwort von Heid.



Wir veröffentlichen auch diese Stellungnahme ungekürzt und unkommentiert:
Sehr geehrter Herr Röpke,


wer wie Sie im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Sie werden sich erinnern, was Sie in Ihrer Erwiderung zu meiner Rede anlässlich der Kritik meiner Bemerkungen im Wolfenbütteler Klinikum sagten? Nun, ich finde, dass Sie teils ganz amüsant, jedoch persönlich verletzend, beschrieben, welchen Eindruck Sie von mir persönlich haben. So sagten Sie auszugsweise: „…Heid, Raucher, mit Herzproblemen im Krankenhaus. Gibt Mutti Merkel eine Mitschuld an seinen Herzproblemen. Ist selbstverliebt, mit 80er Jahre Gedächtnisschnurrbart… und in seinem Wahn, wohl wegen irgendwelcher Medikamente, über die Flure des Klinikums gewankt…, rechtsradikal…!“

Bester Herr Röpke, wie gut kennen Sie mich, dass Sie sich ein Urteil über meinen Gesundheitsstatus erlauben? Sind Sie qualifiziert dazu? Meinen Sie, dass es angemessen ist, sich bei anhaltendem Gelächter der Zuhörer, über die Krankheit eines anderen Menschen lustig zu machen? Und noch etwas, bester Herr Röpke: haben Sie jemals von mir eine anzügliche Bemerkung zu Ihrem etwas überproportionierten Körperbau erfahren? Bin ich es nicht, der Sie bei jeder Ratssitzung freundlich begrüßt, wenngleich Sie sich mit Beleidigungen und Anmaßungen kein bisschen zurück gehalten haben? Sie nennen mich rechtsradikal? Hätten Sie dann bitte die Freundlichkeit und würden mich auf Grund meiner angeblichen Rechtsradikalität beim Verfassungsschutz anzeigen, um eventuelle Gefahren vom Volk abzuwenden?



Ihr kleiner Versuch einer eventuell satirisch gemeinten, aber vollends misslungenen Rede vor dem Rat der Stadt Wolfenbüttel liegt nun schon über ein halbes Jahr zurück. Inzwischen haben wir uns des Öfteren, auch im Verwaltungsausschuss, getroffen. Ich bin Ihnen immer höflich und respektvoll begegnet, wenngleich ich politisch der Meinung bin, dass Sie (wie Sie es selbst schon bemerkt haben) einen Linksdrall verfolgen, der für unser Land schädlich ist.

Auch künftig werde ich Sie freundlich und auch mit Handschlag begrüßen, sofern Sie dies nicht verweigern. Und über Ihr Privatleben, Ihre Krankheiten, Angewohnheiten und Ihr äußeres Erscheinungsbild werde ich mich nicht öffentlich äußern. Auch nenne ich Sie nicht öffentlich Linksradikal, da ich Sie zu wenig kenne, um dies beurteilen zu können.

Die Scheibe hat einen Sprung, Herr Röpke. Es liegt alleine an Ihnen, sie nicht zerspringen zu lassen. Respekt sieht anders aus, junger Mann. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Lernprozess im Laufe der Zeit praktisch umsetzen.

Zur Beantwortung Ihrer Frage, wo denn mein Respekt sei, kann ich Ihnen antworten, dass er wohlverwahrt und jederzeit griffbereit ist. Er ist dort, wo er hingehört: in meinem Verständnis, wie man miteinander umgehen sollte!

Es grüßt freundlich

Klaus-D. Heid

Lesen Sie auch:


https://regionalwolfenbuettel.de/florian-roepke-herr-heid-wo-ist-eigentlich-ihr-respekt/

https://regionalwolfenbuettel.de/offener-brief-heid-fordert-einen-respektvolleren-umgang/


zur Startseite