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"Hilde reloaded": Filmteam stellt Dackelrettung nach



Wolfenbüttel

"Hilde reloaded": Filmteam stellt Dackelrettung nach

von Thorsten Raedlein



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Wolfenbüttel. Die Waschbärjagd der Wolfenbütteler Dackeldame Hilde im vergangenen November (WolfenbüttelHeute.de berichtete), die in einem Kanal am Brückenbach endete, hat sich bis nach Mainz auf den Lerchenberg herumgesprochen. Für eine Sendung über Waschbären hat das ZDF jetzt ein Filmteam nach Wolfenbüttel geschickt, um das Geschehen im November nachzudrehen. Die Feuerwehr Wolfenbüttel, Mitarbeiter der ABW und natürlich Hilde und ihr Herrchen durften noch einmal vor die Kamera. Nur der Waschbär von damals fehlte.

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Reinhard Schädler (l.) schaut seinem Kameramann beim Dreh über die Schulter. Wirkt die Szene so, wie sie sein soll? Foto:




"Das macht aber nichts", verrät Reinhard Schädler vom beauftragten Filmteam aus Berlin. Denn der wird später einfach "reingeschnitten". Dafür gibt es nämlich einen Mitschnitt von der Kamera der ABW. Auch musste Hilde nicht noch einmal in den Kanal, auch davon gibt es Aufnahmen. Dafür wurde mit ihr eine Szene im Tierheim gedreht, wo sie nach ihrer Befreiung kurzzeitig auf ihr Herrchen warten musste.

Die meiste "Drehzeit" war allerdings dann am "Ort des Geschehens". Für fünf Minuten Film, mussten Carsten Franke – er war damals als BvD vor Ort – und die Mitglieder der Ortswehr Wolfenbüttel sowie zwei ABW-Mitarbeiter über drei Stunden lang Szene für Szene nachstellen. Und da es im November zur Einsatzzeit schon dunkel war. Musste bis 21.30 Uhr gewartet werden, damit die Dreharbeiten beginnen konnten. Auch das Paar, von dem Hildes Hilferufe damals wahrgenommen wurden, war vor Ort und spielte vor der Kamera nach, wie sie die Feuerwehr gerufen haben.


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Die ABW-Mitarbeiter lassen wie damals die Kamera in den Kanal herab. Dann soll der Schnitt auf das Originalmaterial folgen. Foto:



Schädler, der genau nach Drehbuch vorgeht, ist zufrieden. Szene für Szene kann der abhaken. Verzögerungen im Drehplan gibt es keine. Das sei auch gut so, denn bereits am nächsten Tag sollen die Aufnahmen zur Weiterverarbeitung an den Sender für die Reihe "Terra Xpress". Wann der Film aber gesendet wird, steht noch nicht fest. "Leider gibt es für die Sendung mit dem Waschbär noch keinen Sendetermin. Bitte melden Sie sich im Juli doch nochmal bei uns", antwortete die ZDF-Pressestelle auf Nachfrage von WolfenbüttelHeute.de. Damit die Zeit bis zum Sendetermin etwas schneller vergeht, hier noch einmal unser Film vom Einsatz am 12. November.

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Was damals geschehen ist


Eigentlich wollte der passionierte Jäger Henning Reinecke am 12. November nur auf Nachsuche nach Rehwild im Forst gehen, als seine Begleitung, Dackel-Mischling “Hilde”, plötzlich reiß aus nahm. Ein Waschbär war aus dem Unterholz aufgetaucht und der Jagdinstinkt der guten Dame wurde geweckt. Fortan fehlte von beiden jede Spur. Erst in den Abendstunden gab es ein Lebenszeichen von Hilde. Anwohner vom Brückenbach vernahmen ein lautes Bellen aus der Kanalisation und alarmierten die Feuerwehr. Mit Unterstützung der Abwasserbetriebe Wolfenbüttel und deren Spezialkamera konnten Hilde und ihr gejagter, namenloser Waschbär im Abwasserrohr tief unter der Erde ausfindig gemacht werden. Da offenbar keiner der Kontrahenten sich freiwillig zum zweiten Sieger erklären lassen wollte, griffen die Männer der Feuerwehr beherzt ein und machten dem spät abendlichen Getöse ein Ende. Beide blieben unverletzt.

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