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Kinokritik: „Aquaman 3D“ – Buntes Superhelden-Effekte-Gewitter

20. Dezember 2018
Seit Mittwoch ist das C1 wieder fest in den Händen eines Superhelden. "Aquaman" macht sich auf, die Welt zu retten. Foto: C1 Cinema, Video: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Halb Mensch - Halb Atlanter: Aquaman, ein Superheld, der sowohl über als auch unter Wasser zuhause ist, versucht beide Welten zu retten. Dies kann man im neuen DC-Film "Aquaman" seit Mittwoch im C1 Cinema verfolgen. regionalHeute.de war bei der Premiere in 3D dabei und holte die Stimmen der Kinokritiker ein.

Nach Wonder Woman, Superman und Batman erhält mit Aquaman nun ein weiteres Justice-League-Mitglied ein eigenes Spin-off – mit Jason Momoa in der Hauptrolle. Obwohl es sich bei „Aquaman“ offiziell um den sechsten Film im DC handelt, ist der Film eine Abkehr von dem düsteren Zugang, wie DC seine Superhelden-Filme bisher angelegt hat, die ohne einen Hauch von Ironie auskommen mussten. Der Film öffnet ein beeindruckendes neues Kapitel im DC: die faszinierende Unterwasserwelt von Atlantis.

Zum Inhalt:

In „Aquaman“ mit Jason Momoa in der Titelrolle geht es um die Vorgeschichte des halb menschlichen Atlanters Arthur Curry, der sich seinem Schicksal stellen muss, um herauszufinden, wer er wirklich ist. Aquaman, der mit bürgerlichem Namen Arthur Curry heißt, ist als Sohn seines menschlichen Vaters Tom Curry und seiner atlantischen Mutter Atlanna (Nicole Kidman) berechtigt, den Thron von Atlantis zu besteigen. Doch aktuell regiert sein Halbbruder Orm (Patrick Wilson) das Unterwasserkönigreich und dieser möchte auch die anderen sechs Königreiche der Meere um sich scharen, um gemeinsam einen Krieg gegen die Menschen an der Erdoberfläche zu führen, die seit vielen Jahren die Ozeane verschmutzen. Gemeinsam mit Mera (Amber Heard) macht sich Aquaman auf die Suche nach dem Dreizack des ersten Königs von Atlantis, der seinen Anspruch auf den Thron untermauern würde. Doch das kann Orm nicht zulassen und so hetzt er den beiden den Piraten David Kane alias Black Manta auf den Hals, der mit Aquaman noch eine Rechnung zu begleichen hat.

Trailer:

Kritik:

Regisseur James Wan („Saw“, „The Conjouring“) – eigentlich eher aus dem Horror-Genre bekannt – liefert mit „Aquaman“ ein regelrechtes Superhelden-Effekte-Gewitter ab. Was hier in fast zweieinhalb Stunden an rasanter Action aufgefahren wird, kann sich zweifellos sehen lassen. Und langweilig wird es einem zu keiner Zeit. Allerdings trägt die Story erwartungsgemäß dick auf. Gleich sieben verschiedene Völker unter Wasser (die trotz der langen Spielzeit teilweise nur kurz angerissen werden können), menschliche U-Boot-Piraten, die es mit dem Protagonisten zu tun bekommen und nicht zuletzt der Umwelt-Aspekt – die Verschmutzung der Meere, die einen Krieg der Atlanter gegen die Menschen auszulösen droht. Letztere wissen gar nichts von der Existenz der Atlanter beziehungsweise halten dies für Legenden. Etwas unglaubwürdig ist auch die Reaktion der Menschen auf Aquaman, der teilweise von den Medien gefeiert wird, dessen Ursprung aber offenbar von niemandem (Polizei, Geheimdienst?) hinterfragt wird. Doch nach Logik sollte man in so einem Film, in dem U-Boote von einer einzelnen Person an die Wasseroberfläche gehoben werden und im Mittelpunkt der Erde eine idyllische Lagune liegt, wohl besser nicht fragen.

Positiv fällt dabei auf, dass sich der Film dabei nicht ganz so ernst nimmt. Aquaman ist nie um einen trockenen Spruch verlegen. Auch die Romantik darf nicht fehlen. Und schöne Menschen/Atlanter gehören natürlich auch dazu. Dass manches dann doch etwas vorhersehbar ist, fällt nicht zu sehr ins Gewicht und ist wohl für so einen Film unvermeidlich.

Unter dem Strich bleibt ein unterhaltsames Action-Spektakel, an dem Fans von Superhelden ihre Freude haben dürften, dessen Story aber nicht überbewertet werden sollte.

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