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Kinokritik: „Belleville Cop“ – Buddy-Komödie made in France

1. Februar 2019
Seit Donnerstag läuft „Belleville Cop" im C1 Cinema Braunschweig. Kann die französische Buddy-Komödie ein Gag-Feuerwerk abbrennen? Die Kinokritiker sind unterschiedlicher Meinung. Video/Foto: Nick Wenkel/C1
Braunschweig. Seit dem gestrigen Donnerstag läuft „Belleville Cop" im C1 Cinema Braunschweig. Regisseur Rachid Bouchareb liefert die französische Antwort auf Kult-Komödien wie "Lethal Weapon" und „Beverly Hills Cop", mit einem spielfreudigen Omar Sy („Ziemlich beste Freunde") in der Titelrolle als draufgängerischem Polizisten mit großem Mundwerk. Ob der Film die Kinogäste überzeugen konnte, lesen Sie in der Kinokritik von regionalHeute.de.

Die Handlung

Baaba Keita (Omar Sy) ist Polizist im multikulturellen Pariser Stadtteil Belleville. Er ist noch nie aus seinem Viertel rausgekommen – ihm gefällt das Leben dort. Seine Freundin Lin (Diem Nguyen) allerdings hat darauf keine Lust mehr. Sie will hinaus in die Welt, auch wegen Baabas dominanter Mutter Zohra (Biyouna), die sich ständig in alles einmischt. Eines Abends wird Roland (Franck Gastambide) vor den Augen seines Jugendfreundes Baaba erschossen. Um den Mördern auf die Spur zu kommen, übernimmt Baaba Rolands Job – und zwar in Miami, am französischen Konsulat.

Doch ständig kommt der französische Bulle mit dem amerikanischen Gesetz in Konflikt, ständig muss sein neuer Partner Ricardo (Luis Guzmán) ihn bei den Cop-Kollegen raushauen. Das macht eine Freundschaft zwischen den beiden vorerst schwierig. Aber mit „Miami Vice“ als Vorbild und einem gigantischen Kokain-Deal direkt vor der Nase raufen sich die beiden zusammen, geraten bei ihren Ermittlungen immer tiefer in die Abgründe international agierender Drogenkartelle und entpuppen sich schon bald als absolutes Dream-Team.

Alle Infos, Trailer und Tickets gibt es unter www.c1-cinema.de.

Der Trailer zum Film

Kritik

„Beverly Hills Cop“, „Bad Boys“, „Lethal Weapon“: Buddy-Komödien, die in den 80er- und 90er-Jahren zahlreiche Zuschauer in die Kinosäle lockte und bis heute unvergessen bleiben. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass Filmemacher sich noch heute oft daran versuchen, in die großen Fußstapfen der Kult-Streifen zu treten – mal mit, mal ohne Erfolg. Häufig kommt es eben auf den Geschmack des Zuschauers an, ob er den Witzen und der Handlung etwas abverlangen kann. Als Paradebeispiel kann man sicherlich den „Belleville Cop“ nehmen.

In der französischen Buddy-Komödie von Regisseur Rachid Bouchareb wird das ungleiche Duo aus Baaba (Omar Sy) und Ricardo (Luis Guzmán) auf eine Mission in Miami geschickt. Flapsige Sprüche, knallende Musik und die eine oder andere Action-Sequenz bestimmen den Filmen. „Belleville Cop“ lässt es sich dabei natürlich nicht nehmen, hin und wieder eine witzige Anspielung auf die bekannten Kult-Filme zu liefern. Auch wenn die Witze vereinzelt nicht so rüberkommen, wie erhofft, kann man dem „Belleville Cop“ nicht absprechen, dass er mit Liebe zu den Originalen gemacht wurde. Das sieht man auch an der Handlung, die schon sehr ähnlich zu dem bereits Bekannten ist. Hier gibt es wenig Überraschungen.

Fazit

„Belleville Cop“ ist eine französische Buddy-Komödie mit Herz und Charisma, bei der nicht jeder Gag so landet, wie erhofft. Die Schauspieler, allen voran Omar Sy, machen einen soliden Job und verleihen dem Film an vielen Stellen mehr Leben und Dynamik. Ob man die Witze lustig, die Handlung spannend und den „Belleville Cop“ gut findet, ist aber jedem Geschmack selbst überlassen.

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