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Kinokritik: „Deadpool 2“ – Ein Familienfilm?

17. Mai 2018
regionalHeute.de war wieder im Kino. Wir haben uns "Deadpool 2" angeschaut. Foto: C1 Cinema/Video: Eva Sorembik
Braunschweig. Er ist wieder da: „Deadpool“, der (Anti-) Superheld, der vor zwei Jahren mit jeder Menge Action und Blut, vor allem aber seinem zynischen Humor zahlreiche Comic-Fans in die Kinos zog. Seit gestern läuft „Deadpool 2“ mit Ryan Reynolds im C 1 Cinema in Braunschweig. „Ein Famlienfilm“, verspricht der im Ganzkörperanzug gewandte Titelheld selbst.

Ob das Versprechen gehalten wird? Und kommen die eingefleischten „Deadpool“-Fans bei der Neuauflange des Superhelden-Streifens auf ihre Kosten? Nach dem Erfolg von Teil 1 sind die Erwartungen hoch. regionalHeute.de hat sich die Vorpremiere angeschaut und im Anschluss mit den Kinogästen gesprochen.

Zum Inhalt:

Wade Wilson alias Deadpool, der im ersten Film fies entstellt und genetisch verändert wurde, wird vom Schicksal ein weiteres Mal so richtig ins Gesicht gepisst. Zum Glück nimmt ihn sein X-Men-Kumpel Colossus (Stefan Kapicic) mit ins Refugium der Mutanten, einem abgelegenen Anwesen. Hier trifft Deadpool seine Kumpanin Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) wieder, die inzwischen erwachsen geworden ist – und lernt dummerweise auch den Superschurken Cable (Josh Brolin) kennen, der hinter dem wütenden Teenager-Mutanten Russell (Julian Dennison) alias Firefist her ist. Deadpool weiß, dass er Cable nicht alleine wird plattmachen können. Also trommelt er seine eigene Crew Superhelden zusammen, die X-Force, mit unter anderem Domino (Zazie Beetz), Zeitgeist (Bill Skarsgård), Weasel (T.J. Miller) – und dem Normalo Peter (Rob Delaney), der absolut gar keine Superheldenkräfte hat, aber die Stellenanzeige gut fand.

Der Trailer zum Film:

Kritik:

Fluchen, prügeln, Sprüche reißen, das ist „Deadpool“ wie ihn seine Fans lieben und auch bei seinem zweiten Auftritt auf der Kinoleinwand erleben dürfen. Mit zynischem Humor und grenzenloser Brutalität ignoriert der (Anti-) Superheld erneut die moralischen Grundwerte, das A und O der üblichen Superhelden-Streifen. Regeln? Davon hält Deadpool nichts und quatscht auch bei seinem zweiten Leinwandauftritt gerne dazwischen. Was in Teil 1 erfolgreich aufging, wird nun fortgesetzt. Durch permanente Selbstreflexion und direkte Ansprache des Publikums unterläuft Deadpool erneut das Standardformat eines Kinofilms und beschert dem Publikum jede Menge Lacher.

Kaum ein anderer Superheld polarisiert so wie „Deadpool“. Man muss ihn lieben, dann kommt man auch bei Teil 2 auf seine Kosten. Ansonsten sollte man sich bei seinem nächsten Kinobesuch doch für einen anderen Film entscheiden. Mit seinem derben Humor und jede Menge Blut sorgt der (Anti-) Superheld für beste Unterhaltung bei den eingefleischten „Deadpool“-Fans im C1. Sowohl männliche als auch weibliche Fans waren sich einig: „volle Punktzahl“ für den Mann im Ganzkörperoutfit. „Deadpool 3 kann kommen!“ Bei „Deadpool“-Neulingen hingegen gab es statt Vorfreude auf den nächsten Teil nur jede Menge Fragezeichen.

Ob „Deadpool 2“ wie versprochen ein Familienfilm ist, darüber mag man streiten. Aber ein Versprechen hat der Superheld definitiv eingelöst: Genau wie im Abspann von Teil 1 versprochen, hatte er es diesmal mit dem Superfiesling Cable zu tun. Und was gibt‘s in Teil 3, Deadpool? Deine Fans können es kaum erwarten… Deshalb:

4 von 5 regionalHeute.de-Punkten

Und was sagt „Deadpool“ selbst?

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