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Kritik an "Zeitzeugenvortrag" der Burschenschaft Thuringia



Braunschweig

Kritik an "Zeitzeugenvortrag" der Burschenschaft Thuringia


Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv Foto: Alec Pein

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Braunschweig. Am Freitag kam es zu einem Protest gegen einen „Zeitzeugenvortrag“ der Burschenschaft Thuringia. Die Polizei sicherte die Veranstaltung. Der AStA der TU behält sich weitere Schritte vor.



In einer Mittelung es AStA hieß es: "Nachdem bereits im Juni 2016 ein solcher Vortrag mit einem ehemaligen Angehörigen der SS stattgefunden hat, kam es zu einer erneuten Veranstaltung dieser Art. Bereits im Juni waren aktive Neonazis der Jungen Nationaldemokraten (JN) zugegen. Diese durften heute erneut zu der Veranstaltung und wurden bereits eine Stunde vor Beginn empfangen. Dies zeigt keinerlei Distanz der Burschenschaft Thuringia gegenüber rechtsextremen Organisationen. Wir als Allgemeiner Studierendenausschuss verurteilen aufs Schärfste, dass die Werte der TU Braunschweig damit mit Füßen getreten werden. Der Senat der Universität beschloss bereits am 10.11.1993: „Wer Fremden feindlich begegnet ist nicht würdig, Mitglied der Hochschule zu sein.“ Die Burschenschaft Thuringia ist eine eingetragene studentische Vereinigung der TU. Um diesen Status zu erhalten, gilt es sich an die „Ordnung zur Registrierung Studentischer Vereinigungen“ zu halten. Dort ist verankert, dass die Vereinigungen „frei von Diskriminierung, Rassismus, Volksverhetzung und Sexismus“ sein müssen. Mit dem Schulterschluss zur JN werden auch hier Grenzen überschritten. Als AStA der TU werden wir die Erkenntnisse zu dieser Veranstaltung auswerten und mit der Universität ins Gespräch treten. An der TU darf es keinen Platz für die Ausbreitung rechtsextremer Ideologie von studentischen Vereinigungen geben." Eine Sprecherin des Antifaschistischen Plenums, die den Protest organisiert hatten, sagte: "Die Verdrehung, die Verharmlosung und die Leugnung der Verbrechen der Nazis dürfen nicht zur Normalität werden. Aus dem Gedenken an die Opfer des Faschismus erwächst die Pflicht zum antifaschistischen Widerstand".


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