Wolfenbüttel

Landkreis informierte über Fördermöglichkeiten für Flüchtlinge


Welche Angebote bieten der Landkreis Wolfenbüttel und andere Einrichtungen für die Integration von Flüchtlingen an? Darüber informierten die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises, das Bildungszentrum, das Jobcenter sowie die Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar Ende Oktober in Cremlingen. Foto: Landkreis Wolfenbüttel
Welche Angebote bieten der Landkreis Wolfenbüttel und andere Einrichtungen für die Integration von Flüchtlingen an? Darüber informierten die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises, das Bildungszentrum, das Jobcenter sowie die Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar Ende Oktober in Cremlingen. Foto: Landkreis Wolfenbüttel

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01.11.2016

Landkreis. Auf einer Informationsveranstaltung im Sitzungsraum der Gemeindeverwaltung Cremlingen haben sich Ende Oktober rund 30 Ehren- und Hauptamtliche über Angebote für Flüchtlinge informiert.



Vertreterinnen der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, des Jobcenters Wolfenbüttel sowie des Bildungszentrums Wolfenbüttel stellten Angebote vor, die Flüchtlingen helfen sollen, Deutsch zu lernen und eine Arbeit zu finden. „Arbeit ist für zugewanderte Menschen wichtig, um den eigenen Unterhalt zu finanzieren, Sprachkenntnisse zu verbessern und Kontakte zu den Einheimischen zu bekommen. Das Fundament dafür ist die deutsche Sprache“, sagt Claudia Pinkert. Die Mitarbeiterin des Landkreises Wolfenbüttel leitet seit 2015 die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe. Bei ihr laufen alle Informationen über die Angebote für Flüchtlinge und Migranten im Landkreis zusammen, die die unterschiedlichen Träger und Einrichtungen anbieten. Wie etwa Bettina Kiehne-Weinreich vom Jobcenter Wolfenbüttel, die die Ehrenamtlichen über die Bedingungen für Integrationskurse und Umschulungen informierte. „Je besser die Ehren- und Hauptamtlichen informiert sind, desto besser sind auch die Flüchtlinge informiert“, erklärt Kiehne-Weinreich das Ziel der Veranstaltung.

Wie vielschichtig das Thema ist, zeigt zum Beispiel die Frage der Kinderbetreuung während der Sprachkurse für Flüchtlinge. Denn nicht immer kann diese durch Ehrenamtliche gesichert werden. Diese wünschen sich mehr Unterstützung von der Verwaltung. Auch versicherungsrechtliche Fragen sind bei der Kinderbetreuung zu bedenken. Hinzu kommt, dass sich die Angebote häufig auf Wolfenbüttel und Braunschweig konzentrieren und in den kleineren Gemeinden weniger werden.

In der Einheitsgemeinde Cremlingen stellte Jana Ehlermann das Sprachkursangebot des Bildungszentrums in Wolfenbüttel vor. In Cremlingen selbst kam kein Sprachkurs zustande, da die Mindestzahl von fünfzehn Teilnehmenden nicht erreicht wurde. Das liege auch an den schwankenden Zahlen von zugeteilten Flüchtlingen in den Gemeinden. Hier regte Ehlermann an, gemeinsam den Bedarf in weiteren Gesprächen zu erörtern und eine Lösung zu finden. Sabine Hartmann von der Agentur für Arbeit machte auf weitere Fördermöglichkeiten für Flüchtlinge aufmerksam. Neben den Herausforderungen in der Praxis kommen noch gesetzliche Auflagen hinzu. Die Fördermöglichkeiten sind zum Beispiel abhängig vom Aufenthaltsstatus und Herkunftsland der Flüchtlinge.

Wichtig sei, dass sich Ehren- und Hauptamtliche an die Koordinierungsstelle, die Agentur für Arbeit, Jobcenter und andere Stellen wenden, um Informationen zu erhalten. „Bei Fragen rufen Sie uns gerne an, wir können an die richtige Stelle vermitteln“, sagt Kiehne-Weinreich vom Jobcenter in Wolfenbüttel. Vielen Stellen könnten für berufliche Maßnahmen finanzielle Mittel bereitstellen und hätten das Personal für die Bearbeitung, ergänzt Pinkert.


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