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Linke fordern Beschäftigte zum Streik auf: "Der Umzug soll Trinks ordentlich was kosten"



Linke fordern Beschäftigte zum Streik auf: "Der Umzug soll Trinks ordentlich was kosten"

Der neu gegründete Betriebsrat habe nur begrenzte Handlungsoptionen, mit einem Streik könne jedoch nach Ansicht der Goslarer Linken eine "angemessene Abfindung" erstritten werden.

Die Trinks-Zentrale soll bis zum Jahr 2022 aus Goslar verschwinden.
Die Trinks-Zentrale soll bis zum Jahr 2022 aus Goslar verschwinden. Foto: Marvin König

Goslar. Die Linke in Goslar befürwortet die Maßnahmen der Mitarbeiter des Getränkelogistikers Trinks in Bezug auf die anstehende Verlegung der Firmenzentrale nach Hennef in Nordrhein-Westfalen. Die Gewerkschaft NGG unterstützt dort bei dem Aufbau eines Betriebsrates, den es in dem seit 75 Jahren in Goslar ansässigen Unternehmen bislang nicht gab. Gleichwohl sieht Linken-Ortsverbandsvorsitzender Karsten Färber begrenzte Optionen für den neuen Betriebsrat. Er empfiehlt den Goslarer Trinks-Beschäftigten daher einen Streik, um angemessene Abfindungen zu erhalten.



„Die Linke solidarisiert sich mit den Kolleginnen und Kollegen von Trinks. Noch wichtiger ist nun aber die Solidarität untereinander. Die Gründung eines Betriebsrats ist der erste Schritt, der Eintritt in die Gewerkschaft NGG der zweite“, erklärt Karsten Färber, Vorsitzender der Goslarer Linken. Der neue Betriebsrat könne keinen Interessenausgleich oder Sozialplan mehr aushandeln. Die Beschäftigten können jedoch weiter Druck auf die Geschäftsführung ausüben, um angemessene Abfindungen zu erhalten, so Färber zu den Handlungsoptionen. „Protest allein reicht aber nicht aus, um genügend finanziellen Druck auf Trinks aufzubauen. Nur durch Streik können Zugeständnisse erreicht werden. Der Umzug soll Trinks ordentlich was kosten“, empfiehlt Färber den Goslarer Beschäftigten.

Lieber regional einkaufen


„Den Gesellschaftern von Trinks geht es nur um die Rendite, nicht um die abhängig Beschäftigten. Das ist Kapitalismus pur. Die Goslarerinnen und Goslarer sollten sich beim Einkaufen überlegen, ob sie weiterhin Bier und Wasser von Bitburger, Krombacher, Nestlé und Warsteiner oder lieber regionale Getränke kaufen wollen“, regt Färber an.



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