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Lückenschluss zur Herstellung neuer Fließwege



Helmstedt

Lückenschluss zur Herstellung neuer Fließwege


Symbolfoto: Pixabay
Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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Helmstedt. Mit den Kanalbaumaßnahmen in der Friedrichstraße und in der Teichstraße wird am Donnerstag, 2. August der letzte Bauabschnitt zur Herstellung des rund 1,7 Kilometer langen Kanal- und Grabensystems vom Sternberger Teich bis zum Mühlengraben westlich der Abwasserbehandlungsanlage Helmstedt begonnen, teilt die Stadt mit.



In den vergangenen Wochen sind dort bereits Vorarbeiten an Versorgungsleitungen durchgeführt worden, damit der Kanalbau behinderungsfrei ausgeführt werden kann. Mit einem Kostenvolumen von rund 1,6 Millionen Euro ist der nun anstehende Bauabschnitt der größte Einzelauftrag, der im Rahmen des rund 3,3 Millionen Euro teuren Gesamtprojektes ausgeführt wird. „Wir liegen sowohl hinsichtlich der Kosten als auch hinsichtlich des projektierten Zeitplans im Soll, was angesichts der derzeitigen konjunkturellen Rahmenbedingungen im Bauwesen schon bemerkenswert ist“, betont Bernd Geisler, Betriebsleiter der Abwasserentsorgung Helmstedt.

Größtes Kanalbauprojekt seit mehr als 25 Jahren



Mit dem finalen Bauabschnitt im Rahmen des Projektes Oberflächenwasserableitung Sternberger Teich geht das größte Kanalbauprojekt in der Stadt Helmstedt seit mehr als 25 Jahren nun in die Endphase der baulichen Umsetzung. Mit der grundlegenden Neuordnung des Oberflächenwasserabflusses durch Helmstedt werden dann endlich viele Probleme der Vergangenheit angehören, mit denen man bisher bei stärkeren Niederschlägen im Abstrombereich des Sternberger Teiches immer wieder konfrontiert ist. „Die Entlastung und Verbesserung der Reinigungsleistung der Abwasserbehandlungsanlage am Pastorenweg, die Reduzierung der Mischwasserabschläge und die hydraulische Entlastung des betroffenen Kanalnetzes sind entscheidende Bausteine, um die Abwasserbeseitigung in Helmstedt auch für zukünftige Anforderungen besser zu wappnen“, hebt Geisler die wichtigsten abwassertechnischen Gründe für dieses Projekt hervor, „aber natürlich ist es auch ausgesprochen sinnvoll, dass das Quellwasser aus dem Lappwald bald wieder den Mühlengraben und die weiterführenden Gewässer erreichen wird, ohne die Passage durch das Mischwassernetz und die Abwasserbehandlungsanlage der Stadt Helmstedt zu nehmen“.

Die Arbeiten in der Friedrichstraße werden begonnen mit der Herstellung eines rund 250 Meter langen neuen Schmutzwasserkanals zwischen der Conringsstraße und der Schulstraße, um die Gebäude auf der Nordseite der Friedrichstraße auch nach Herstellung des neuen Regenwasserkanals noch an das bestehende Mischwassernetz in der Straßenmitte anbinden zu können. Danach wird in der Friedrichstraße auf rd. 440 Meter Länge der Regenwasserkanal als Rechteckprofil aus Stahlbeton verlegt. Der Innendurchmesser beträgt 1,25 m x 0,8 m und jedes Bauteil ist 3 Meter lang und wiegt rd. 7,5 Tonnen. Im Bereich der Teichstraße wird im Anschluss daran auf rd. 100 m ein Stahlbeton-Kreisprofil mit einem Innendurchmesser von 0,8 m verlegt. Da dort der Kanal mit größerem Gefälle gelegt wird, ist der geringere Querschnitt hydraulisch ausreichend. Zum Abschluss der Arbeiten auf der Friedrichstraße wird dort die Straßenoberfläche auf gesamter Breite mit einer Asphaltdeckschicht wiederhergestellt. „Für eine relativ geringe Kostenbeteiligung durch die Stadt Helmstedt können hier Synergieeffekte dieser Baumaßnahme genutzt werden, indem die gesamte Friedrichstraße eine neue Fahrbahndecke erhält“, stellt Geschäftsbereichsleiter Thomas Bode den Mehrwert dieser Baumaßnahme für die Stadt Helmstedt und alle Verkehrsteilnehmer heraus.



Die Arbeiten werden durch die Firma Rudolf Feickert GmbH aus Ermersleben ausgeführt und die örtliche Bauüberwachung erfolgt durch das Ingenieurbüro Weinkopf aus Helmstedt. „Uns ist natürlich bewusst, dass die Bauphase für alle davon Betroffenen mit Einschränkungen und Belästigungen verbunden sein wird, die sich aber leider nicht gänzlich vermeiden lassen“, bittet Bernd Geisler schon vorab um Verständnis. Die unmittelbar betroffenen Anlieger werden vor Beginn der Bauarbeiten noch ein Informationsschreiben der ausführenden Firma erhalten, wo wichtige Informationen z. B. zur Hausmüllentsorgung oder zur Zugänglichkeit der Grundstücke während der Baumaßnahme gegeben werden und Kontaktdaten der Ansprechpartner benannt werden. Neben den Ansprechpartnern vor Ort auf der Baustelle steht die Abwasserentsorgung Helmstedt als Auftraggeber selbstverständlich auch für alle Fragen, Anregungen und Probleme rund um die Baustelle zur Verfügung (Tel. 05351/531723).


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