Mädchen-Mord: Handys sollen Licht ins Dunkel bringen

Die Auswertung der Handys des Opfers und der beiden Tatverdächtigen sei ein zentraler Punkt der weiteren Ermittlungen.

von Anke Donner


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Symbolbild Foto: Pixabay

Salzgitter. Vor gut einer Woche wurde die Leiche einer 15-jährigen Schülerin auf einer Rasenfläche im Salzgitteraner Stadtteil Fredenberg gefunden. Verdächtigt, das Mädchen ermordet zu haben, werden zwei Teenager. Deren Handys werden nun ausgewertet, um etwas Licht ins Dunkel bringen zu können.


Das Motiv dafür, dass die 15-Jährige sterben musste, sei laut Staatsanwaltschaft im persönlichen Bereich der drei Jugendlichen zu suchen. Offenbar habe sich zwischen den Teenagern eine Art Feindschaft entwickelt, die dann im Mord an der Schülerin endete. Details zu den genauen Todesumständen geben die Ermittlungsbehörden nicht preis. Bisher wurde lediglich bekannt, dass das Mädchen erstickt wurde.

Handys werden ausgewertet


Zur Aufklärung des Falles werden aktuell die Handys der beiden Tatverdächtigen und auch des Opfers ausgewertet, so Hans Christian Wolters, Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig. "Die Auswertung der Handys des Opfers und der beiden Tatverdächtigen ist ein zentraler Punkt der weiteren Ermittlungen." Man erhoffe sich weitere Erkenntnisse zu den genauen Umständen, die am am 19. Juni, also zwei Tage vor dem Auffinden der Leiche, zum Zusammentreffen von Tätern und Opfer geführt haben.

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Anklage im Herbst?


Tatverdächtig sind zwei Teenager, die mit 13 und 14 Jahren jünger sind als ihr Opfer. Während der 13-Jährige strafunmündig ist und sich auf Anweisung des Jugendamtes in einer psychiatrischen Klinik befindet, sitzt der der 14-Jährige seit der vergangenen Woche in Untersuchungshaft und wartet auf seine Anklage. Die, so Wolters, könne möglicherweise und erfahrungsgemäß in drei Monaten erfolgen.

Öffentliche Beisetzung


Zehn Tage nach dem Mord an der 15-Jährigen findet heute die Beisetzung auf dem Friedhof in Lebenstedt statt. Zwar findet die Trauerfeier öffentlich statt, die Polizei bitte jedoch im Namen der Familie um den angemessenen Respekt den Trauernden gegenüber.


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