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Mehrsprachige Stadtkarte für Flüchtlinge

von Max Förster


Ulrike Tilk, Jörg Schlemmer und Rainer Kellner vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, Regionaldirektion Braunschweig-Wolfsburg sowie Anna Heine von der Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten präsentieren die Stadtkarte für Flüchtlinge. Fotos: Max Förster
Ulrike Tilk, Jörg Schlemmer und Rainer Kellner vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, Regionaldirektion Braunschweig-Wolfsburg sowie Anna Heine von der Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten präsentieren die Stadtkarte für Flüchtlinge. Fotos: Max Förster Foto: Max Förster

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10.05.2016


Wolfenbüttel. Um den rund 1.000 Flüchtlingen, die bereits in der Stadt aufgenommen wurden,die Integration zu erleichtern und Orientierung zu geben, hat das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, Regionaldirektion Braunschweig-Wolfsburg zusammen mit der Stadt Wolfenbüttel eine mehrsprachige Stadtkarte erstellt.

Die Idee hinter dieser mehrsprachigen Stadtkarte ist es, den Flüchtlingen einen ersten Überblick von Wolfenbüttel zu geben und sie mit der neuen Heimat vertraut zu machen, erklärt Ulrike Tilk, Leiterin der Regionaldirektion. Die konzipierte Stadtkarte im knappen A3-Format zeigt demnach die für Flüchtlinge wichtigsten Institutionen und Anlaufstellen in der Stadt Wolfenbüttel auf. Das Klinikum, die Post, das Rathaus, Gemeinschaftsunterkünfte, die Tafeln, das Jugendzentrum und viele weitere Einrichtungen sind dort zu finden.

Hilfe zur Selbsthilfe



So sieht die Stadtkarte aus Foto: Max Förster



Den Stein ins Rollen brachte Anna Heine von der Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten. Mit der Idee einer Stadtkarte in verschiedenen Sprachen soll das Ziel verfolgt werden, "Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten". Die Anlaufstellen sind in deutscher, englischer, französischer, arabischer, russischer und albanischer Sprache formuliert und mit Piktrogrammen versehen, um sie auf der Karte besser entdecken zu können. Welche Anlaufstellen für die Flüchtlinge besonders wichtig und interessant sind und demzufolge auf der Karte erscheinen sollen, wurde zusammen mit den Bewohnern der Unterkünfte abgestimmt und an das Landesamt für Geoinformation und Landvermessung weitergegeben.

Die Herausforderung der Mehrsprachigkeit


Die Kartengrundlagen lagen also vor, nur die Mehrsprachigkeit stellte einen Herausforderung dar, erklärte Jörg Schlemmer, Vermessungsingenieur der Regionaldirektion. Gerade bei der arabischen Sprache, mit ihren Zeichen und der malerischen Form, musste man genau gearbeitet werden. Hier sei sehr sorgfältig vorgegangen und alles mehrfach überprüft worden, so Schlemmer. Bei einem kleinen Fehler in der Schreibweise oder -form könne das Wort gleich eine ganz andere Bedeutung haben, erklärte er, und manche Wörter existieren in anderen Sprachen nicht. "Sowas wie Drogerie gibt es gar nicht im arabischen Raum", so Schlemmer.

Die Stadtkarte liegt ab sofort in den Gemeinschaftsunterkünften, bei der Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten und den Integrationsmitarbeitern aus. Auch im Bildungszentrum oder in den Willkommenscafé sollen die Stadtpläne ausgelegt werden.


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